Begegnungsreisen zu unserer Partnerschule

1. Preis bei der ENSA Fotochallenge 2025 (Foto: Benjamin Rückert)

Erster Preis bei der ENSA Fotochallenge und Rückblicke auf unsere Reise nach Tansania 2025

Unsere Reise nach Emmaberg vom 10. Juli bis 4. August 2025 war nur durch die Förderung des entwicklungspolitischen Schulaustauschprogramms der Bundesregierung, ENSA, sowie der Stiftung Jugendaustausch Bayern möglich. Wir freuen uns sehr, dass wir bei der ENSA Fotochallenge, an der alle 50 geförderten Begegnungsreisen teilnehmen konnten, den ersten Preis gewonnen haben. Unser Siegerfoto von einem gemeinsamen Spiel in Emmaberg, lässt viele Erinnerungen an unsere Reise wieder wach werden.

Hier erzählen einige der Jugendlichen, die dabei waren, davon, was sie am meisten beeindruckt oder begeistert hat:

Am meisten hat mich bei unserer Reise nach Tansania die Offenheit und Gastfreundschaft der Schülerinnen beeindruckt. Wir wurden direkt aufgenommen und integriert und man hatte ganz schnell das Gefühl, sich schon ewig zu kennen. Am Ende unserer Zeit in Emmaberg haben auch Schülerinnen, die nicht in der Reisegruppe waren, angefangen uns kleine Briefe zu schreiben. Ich glaube, an diese kleinen Aufmerksamkeiten werde ich mich immer erinnern und mit einem Lächeln an die Zeit zurückdenken, wenn ich diese Briefe lese.

Luna, 10b

Besonders schön fand ich das Interview und die Gespräche, die ich geführt habe. Das hat mir einen richtig guten Einblick in das Leben der tansanischen Schülerinnen gegeben. In dem Interview mit Faraja habe ich besonders stark gemerkt, wie sehr sich viele Mädchen in Emmaberg einsetzen und mithelfen, sich um ihre Schule und auch den neuen Garten zu kümmern. Außerdem hat mich der Garten total beeindruckt!

Abby, 10a

Für mich war die Reise etwas ganz Besonderes, da ich die Herzlichkeit und Freundlichkeit Gleichaltriger eines ganz anderen Kontinents so mitbekommen habe, wie ich das wahrscheinlich nie wieder werde. Als Tourist:in fokussiert man sich leider viel zu oft auf Gebäude und Kunst und gar nicht auf die eigentliche Gesellschaft. Dass ich also unfassbar viele neue Freundschaften geschlossen und dabei auch noch unendlich viel Neues erfahren habe, macht diese Reise für mich besonderer als jede andere. Denn für mich ist es etwas anderes, ob mir eine wildfremde Person irgendeinen Vortrag über Kultur hält oder ob mir Leute in meinem Alter, die ehrliches Interesse an mir haben, einen Einblick in ihre Tänze, Lieder, Traditionen und vieles mehr geben.

Smilla 11a

Der Kontakt zu unseren Partnerschülerinnen in Tansania war für mich die beste Erfahrung! Besonders mit den Schülerinnen aus unserer Reisegruppe habe ich während unseres langen Aufenthalts viele Erfahrungen und somit auch Emotionen geteilt und wir sind gute Freunde geworden. Aber auch in unserer Partnerschule Emmaberg selbst konnte ich die anderen Schülerinnen durch weitergegebene Briefe und Aktivitäten wie Sport besser kennenlernen. Ich habe immer noch Kontakt zu einigen und freue mich unglaublich, sie bald wiederzusehen!

Hannes, 8a

Die Reise war unglaublich inspirierend und voller neuer Erfahrungen und besonders die Kultur, die positive Lebenseinstellung der Menschen und die Umgebung haben mich beeindruckt. Alle waren unglaublich gastfreundlich und offen besonders die Mädchen aus Emmaberg, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Auch wenn der Verkehr wild wirkt, hat er doch eine eigene Struktur und obwohl die Menschen Sorgen haben wie wir, begegneten sie uns sorglos und fröhlich. Geiz schien ihnen völlig fremd zu sein und all das hat mich so dankbar gemacht, dass ich seitdem mit einem etwas anderen Blick durchs Leben gehe.

Kathi, 10b

Zurückblickend auf die Reise vermisse ich immer genau dasselbe: Die gemeinsame Zeit mit der Reisegruppe. Wir hatten vor der Reise oft darüber gesprochen was man tun soll, falls es zu einem Konflikt innerhalb der Gruppe kommt, doch dies ist nie passiert. Ganz im Gegenteil, wir haben uns immer gegenseitig unterstützt, falls es jemandem nicht gut ging, getröstet, falls jemand Heimweh hatte und ganz viel miteinander gelacht. Wir konnten untereinander über alles reden, auch wenn man sich davor außerhalb der AG noch nicht kannte.  Am Ende der dreieinhalb Wochen war ich nicht nur traurig wegen des Abschieds von unseren Partnerschülerinnen, ich war vor allem traurig über das Ende einer unglaublichen Reise mit meiner neuen kleinen Familie.

Annie, 10b

An unserer Reise hat mich am meisten begeistert, die Menschen kennenzulernen und mich mit ihnen anzufreunden. Daneben habe ich auch gelernt, Sachen einfach zu akzeptieren, wenn man sie nicht ändern kann und dann das Beste aus der Situation zu machen. Genauso haben mich auch die wundervollen Landschaften Tansanias immer wieder aufs Neue begeistert und mir ist bewusst geworden, wie wichtig es ist, sie weiterhin zu schützen.

Franziska, 9b

Mich hat auf der Reise am meisten der Zusammenhalt mit den Tansanerinnen und in unserer Reisegruppe begeistert. Außerdem war ich wahnsinnig begeistert, wie sie sich an ihrer Schule mit so wenig so viel für das Klima eingesetzt haben. Was ich auch gelernt habe war, wie unterschiedlich der Unterricht in Tansania und Deutschland ist. Außerdem finde ich super, dass sich zwischen den deutschen und den tansanischen Schülern solche tollen Freundschaften gebildet haben.

Josef, 9a

Was mich an unserer Reise mit am meisten begeistert hat, war die Offenheit der tansanischen Schülerinnen. Sie haben uns sofort mit offenen Armen empfangen, mit uns geredet, gespielt und schöne Momente mit uns geteilt. Außerdem war ich auch sehr überrascht über die Zufriedenheit und Hilfsbereitschaft fast aller Personen, die wir dort kennengelernt haben. Auch wenn sie für unsere Verhältnisse wenig hatten, waren sie zum einen zufrieden dieses „wenige“ zu haben, aber haben auch immer etwas weitergegeben und wollten jedem helfen. Das hat mich beides sehr inspiriert und durch die Reise habe ich unter anderem gelernt, dass man nicht viel braucht, um glücklich zu sein bzw. anderen etwas mitzugeben.

Dhara, Q12

Wer mehr über unsere Reise nachlesen will: Auf der Homepage unseres Schulpartnerschaftsvereins SchuPa Tansania e.V. haben wir alle paar Tage direkt aus Tansania berichtet:

Ankunft in Tansania – AfriCraft – SoAF (KHG-Reisegruppe)  13.07.2025

Gute Aussichten auf Tansania und seine grüne Zukunft  16.07.2025

Klimakrise live im Mikumi-Nationalpark und bei den Maasai  19.07.2025

Kaltes Wetter, warmer Empfang in Emmaberg  24.07.2025

Bischof, Biochar und bunte Stoffe  27.07.2025

Fließender Übergang in die zweite Hälfte der Tage in Emmaberg  30.07.2025

Sailing on the Partner-Ship  02.08.2025

„Und bis wir uns wiedersehen…“  03.08.2025

Ausklang mit Sonne, Strand und Shout-Outs  06.08.2025

Wir freuen uns sehr, dass wir auch dieses Jahr wieder von ENSA und der Stiftung Jugendaustausch Bayern gefördert werden: Diesmal für einen Besuch von 10 Schülerinnen und 3 Lehrkräften aus Emmaberg bei uns am KHG im Juli 2026.


 

Die ENSA Jubiläumskonferenz und unsere Vorbereitungen auf die Reise nach Tansania

Ende dieses Schuljahres wird endlich wieder eine Gruppe von 13 Schüler*innen des KHG unsere tansanische Partnerschule Emmaberg besuchen. Wir freuen uns riesig, dass unsere Reise von ENSA, dem entwicklungspolitischen Schulaustauschprogramm (einem Förderprogramm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) sowie auch der Stiftung Jugendaustausch Bayern gefördert wird. ENSA fördert uns dabei nicht nur finanziell, sondern bereitet uns auch inhaltlich auf unsere Reise vor bzw. reflektiert sie hinterher gemeinsam mit uns. Deshalb durften wir mit 10 Schüler*innen und zwei Lehrkräften vom 08.-11.03. an der ENSA-Anfangskonferenz teilnehmen. Da dieses Jahr 20 Jahre ENSA gefeiert wird, fand sie als Jubiläumskonferenz für alle 50 geförderten Projekte aus ganz Deutschland gemeinsam und dadurch mit über 500 Teilnehmenden in Brandenburg statt.

Wir haben in den Tagen der ENSA-Konferenz nicht nur neue Kontakte geknüpft, sondern auch eine Menge gelernt. Bei unserer Anreise konnten wir uns über eine für die Konferenz gestaltete App bei zwei Workshops anmelden. Insgesamt waren wir in unserer Gruppe in fünf verschiedenen Workshops. Einige von uns haben beim Welthandelsspiel und Future is(s)t smart, bei welchem es um Nachhaltigkeit ging und wie Ernährung damit zusammenhängt, teilgenommen. Bei diesem zweiten Workshop haben wir zuerst über den CO2 Verbrauch von unterschiedlichen Ländern der Erde gesprochenen. Danach haben wir uns mit Spielen besser kennengelernt und Interessen miteinander geteilt, sowie mit einem Quiz mehr über Nachhaltigkeit erfahren und wie wir unsere Erde schützen können. Zum Abschluss haben wir uns in Kleingruppen aufgeteilt und uns darüber informiert, wie es um die Klimabelastung unterschiedlicher Lebensmittel steht. Mit Hilfe von Plakaten haben wir dann den anderen Gruppen über unsere jeweilige Recherche berichtet. Wir haben in diesem Workshop Neues und Interessantes über Ernährung gelernt, was wir auch probieren in Zukunft in unserem Alltag umzusetzen.


Besonders gut fanden wir den zweimal dreistündigen Workshop, den wir als KHG-Reisegruppe mit unserem ENSA-Trainer, dem Erlebnispädagogen Nikolas, hatten. Mit ihm machten wir sowohl Übungen draußen als auch drinnen, was das Ganze sehr abwechslungsreich machte. Nikolas organisierte für uns sogar eine Videokonferenz mit dem senegalesischen Klimaaktivisten Mamadou. Es war super interessant sich mit ihm über Klima(un)gerechtigkeit auszutauschen.

Eines der Highlights der gesamten Konferenz war für uns die Murmelbahnherausforderung: Jede Person bekam von Nikolas ein Holzstück für die Murmelbahn und wir mussten mit diesen über einen Abstand von etwa 20 Metern eine Murmel in eine Alu-Trinkflasche befördern. Regeln, wie z.B. dass wir alle hinter der Startlinie stehen mussten, bis die Murmel auf dem ersten Stück Holz war, oder dass sie weder rückwärts laufen noch stehen bleiben durfte, machten die Herausforderung wirklich schwierig. Nach viel Ausprobieren und Überlegen meisterten wir die Challenge schließlich beim letzten Versuch. Dies ließ unsere Gruppe richtig zusammenwachsen. Die aus dieser Aufgabe gewonnenen Erkenntnisse übertrugen wir anschließend auf unsere Reise und beschäftigten uns intensiv mit dem Thema Konflikte und möglichen Lösungen.

Insgesamt war der Workshop mit Nikolas also sehr spannend und lehrreich: Er hat uns als Gruppe noch mehr zusammengeschweißt und außerdem inhaltlich wichtige Aspekte thematisiert.


Auch das Freizeitprogramm während der Konferenz war sehr vielfältig. Es gab von ENSA organisierte Aktionen, wie beispielsweise das Bemalen von Jutebeuteln, ein Lagerfeuer, eine Party und einen Karaoke-Abend sowie auch zahlreiche Spielerunden und eine Fotobox. Auch in dem vor Ort vorhandenen Kino liefen jeden Abend verschiedene Filme. Dazu bot das große Gelände noch einige andere Möglichkeiten: Viele sind im See baden gegangen oder/und haben die wunderschöne Natur genossen. Wenn man sich auspowern wollte, konnte man verschiedene Ballsportarten mit Freunden ausprobieren oder auch einfach auf dem großen Grundstück spazieren gehen. Zudem konnte sich jede Person in das eigene Zimmer oder in einen Gemeinschaftsraum zurückziehen, um dort z.B. Musik zu hören oder in ruhigerem Umfeld neue Freundschaften zu schließen. Dank dieser tollen, vielfältigen Möglichkeiten gab es für alle die Möglichkeit, etwas den eigenen Interessen Entsprechendes zu machen.

Ein zusätzliches Highlight war, dass nicht nur wir vom KHG von ENSA gefördert werden, sondern auch eine weitere Schule unseres Schulpartnerschaftsvereins SchuPa Tansania e.V: das Ernst-Mach-Gymnasium Haar, das eine Partnerschaft mit der Ilembula Secondary School hat. Am Montagmittag trafen wir uns mit den Schüler*innen und Lehrerinnen des EMG und haben uns in mehreren Kugellager-Runden zwischen den Schulen über unsere Partnerschaften, unsere geplanten Reisen, die Themen, mit denen wir uns beschäftigen, und wie wir die ENSA-Konferenz finden, ausgetauscht. Beim anschließenden Mittagessen konnten wir die Gespräche dann noch fortsetzen.


Am Morgen unseres letzten Tages brachen wir schon früh nach Berlin auf, da uns im Kino „Zoopalast Berlin“ der Festakt des 20 jährigen Jubiläums von ENSA erwartete. Bei Popcorn und Getränken hielt Svenja Schulze (Ministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) eine inspirierende Rede. Außerdem gab es interessante Interviews mit früher von ENSA geförderten Schüler*innen, Lehrer*innen und Expert*innen. Wir bekamen zwei Filme präsentiert. Einer wurde erst am Tag davor fertiggestellt, im anderen wurde als einer von vier Partner*innen im Globalen Süden Moses Lwila aus unserer Partnerschule Emmaberg interviewt. Es traten auch zwei talentierte Musiker*innen auf.

Von der Ministerin bekamen wir einen fair gehandelten Fußball mit den 17 SDGs (Sustainable Development Goals / Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen) darauf geschenkt. Kurz bevor wir die S-Bahn zum Hauptbahnhof nahmen, unterhielten sich Schüler*innen und Lehrer*innen noch bei Snacks und Getränken.

Insgesamt war die Zeit auf der ENSA Konferenz und auch der Festakt ganz toll und wird uns noch lange positiv in Erinnerung bleiben.

Hannes, Josef, Franzi, Annie, Kathi, Luna, Smilla, Jule, Viola und Luvi

Die Reise nach Emmaberg wird gefördert durch durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie durch die Stiftung Jugendaustausch Bayern.


 

25 Tage Tansania – Reise zu unserer Partnerschule Emmaberg

25 Tage Tansania, etliche wundervolle und berührende Begegnungen, hunderte einzigartige und unvergessliche Abenteuer und unendlich viele neue Eindrücke, Erfahrungen, fremde Klänge und Gerüche, (von Fotos) vertraute Orte und eine riesige Woge an Emotionen, an Freundlichkeit und Zuneigung, an Mut und Stärke. Und jetzt sitze ich hier, vor meinem Laptop und weiß nicht, wie ich all unsere Erlebnisse und diesen Zauber des Landes in Worte fassen soll.

Weit mehr als ein Jahr lang haben wir auf diese Reise zu unserer Partnerschule Emmaberg im Süden Tansanias hingearbeitet, uns in Groß- und Kleingruppen getroffen, geplant, organisiert und gelegentlich auch Rückschläge eingesteckt – bis wir dann am Dienstag, den 30. Juli 2019 in München am Flughafen stehen mit gepackten Koffern und doch auch der ein oder anderen Träne im Auge. Dann Gepäckabgabe, Verabschieden, Sicherheitskontrolle, Abflug, Zwischenlandung in Muscat (Oman), drei Stunden später weiter nach Dar es Salaam, wieder Sicherheitskontrolle/Zoll und schließlich endlich angekommen nach 19 Stunden.


Am Flughafen in der größten Stadt Tansanias (aber nicht der Hauptstadt) werden wir wärmstens von Veronica Mbilinyi, Schulpfarrerin, Moses Lwila, Lehrer, und Geofrey Kidodelo, dem Manager von Emmaberg, empfangen – und gleich mitten hineingeworfen ins kalte Wasser der Unterschiede zwischen beiden Ländern: das Zeitempfinden bzw. die Ruhe (oder muss ich sagen extreme Entspanntheit?) dort, unsere Hautfarben, die Sprache(n), die Hitze, die Verkehrslage (unser viel zu kleiner Bus, Stau, Straßenverkäufer, die zwischen den Autos laufen), Schmutz, Lärm, Gestank.

Aber nach dem ersten Schock verwandeln sich unsere vor Staunen offenen Münder in breites Lächeln; auf der dreitägigen Busfahrt ins Landesinnere winken uns an jeder Straßenecke Kinder zu, während die Landschaft immer mehr zu der wird, die man von diesen typischen Afrikafotos kennt, ab und zu tauchen sogar Affen am Straßenrand auf, und wir singen, lachen und fotografieren.

Die ganze Zeit über jagt ein Highlight das nächste, jeden Abend ein spektakulärer Sonnenuntergang und für alle Frühaufsteher am nächsten Morgen auch ein ebenso schöner Sonnenaufgang, am Samstag dann eine Safari (Antilopen, Krokodile, Giraffen, Nilpferde, ein Strauß, Elefanten, Zebras, Affen, Löwen! …), ab Montag eine knappe Woche in Ilembula (eine kleine Stadt mit ca. 10.000 Einwohnern in der Nähe von Emmaberg) mit Besichtigungen, Spielen mit einheimischen Kindern und super leckerem Essen und im Anschluss daran endlich der Grund, warum wir die letzten 11.000km auf uns genommen haben: 11 Tage in der Girls Secondary School Emmaberg.


Eine Zeit voller Begegnungen mit all den starken und wundervollen Mädchen dort, voller Diskussionen (über Geld, unsere Zukunft, Partnerschaft, unsere Kulturen und jeweiligen Länder) und Gesprächen, voller Musik und Tanz (traditionelle tansanische Tänze, Choreos, ein paar deutsche Standardtänze, ein griechischer Volkstanz und das Fliegerlied), voller Gottesdienste und Gebete, Sport und gemeinsamer Aktivitäten und Unternehmungen, voller Neugier, gegenseitiger Bewunderung und tiefer Verbundenheit. Unglaublich, wie eng man in so kurzer Zeit zusammenwachsen kann und wie sehr einen wenige Wochen prägen können.

Ich glaube, auf beiden Seiten wird keiner diese Erinnerungen, Bilder und Menschen so schnell vergessen. Eine unglaubliche Chance, die wir da bekommen haben (für uns Schüler*Innen erst recht in dem Alter), dass wir in diese zauberhafte afrikanische Welt so tief eintauchen durften und dass wir all diese Dinge erleben, sehen und lernen durften.
Besonders bewusst wird einem so etwas ja oftmals leider erst im Nachhinein – und ein bisschen ging es auch uns so: Am Ende unserer Reise haben wir noch vier Tage am Strand in Dar es Salaam verbracht und gemeinsam viel reflektiert, weitere Projekte angedacht und dabei gemerkt, wie viel diese Reise jedem einzelnen von uns gegeben hat. Bilder, die wir nie wieder vergessen werden, Melodien, die in unseren Ohren in Dauerschleife klingen, und Geschichten, die wir später einmal unseren Enkeln erzählen können.

Diese Erfahrungen verdanken wir vor allem Andrea Rückert, die diese Reise von vorne bis hinten organisiert hat und uns diese Chance überhaupt erst ermöglicht hat. Gemeinsam und mit der Unterstützung von ihrem Mann, von Marianne Ott-Meimberg (ehem. Lehrerin des KHG) und Pia Hatzistrati (interkulturelle Trainerin) haben wir 25 unvergessliche Tage in diesem fernen Land auf der anderen Erdhalbkugel verbracht und so ziemliche jede Hürde spontan und mit Kreativität gemeistert.

Nach etwa einer Woche, als wir gerade in unserem Kleinbus auf dem Weg nach Ilembula saßen, habe ich in krakeliger Schrift in mein Reisetagebuch gekritzelt: Afrika muss man erleben, mit eigenen Augen sehen. Denn dieser Kontinent, dessen erste Straßen Elefantenpfade waren, ist wie ein Zauberreich, das man betreten kann. Es ist voller Anmut, Leben, Stärke und Schönheit. Wenn sich zwischen den Bergen seine Pforte vor einem erstreckt, ist man schon hoffnungslos gefesselt von seinem Bann und der Gastfreundschaft seiner Bewohner.


Vielleicht bringt das ansatzweise zu Papier, was wir erlebt haben – aber weil es trotzdem noch so unfassbar viel mehr zu erzählen gibt, wird es in den nächsten Monaten noch viele Projekte der Tansania AG dazu geben. Beispielsweise den Schulanfangsgottesdienst, bei dem wir ein wenig davon erzählen werden, Filme und Präsentationen, Fotobücher einen tansanischen Abend und für alle Ungeduldigen schon einen Vorgeschmack: Auf der Homepage unseres Schulpartnerschaftsvereins Schupa Tansania, zu dem wir mit unserer Partnerschaft zur Girls Secondary School Emmaberg gehören, haben wir täglich Berichte mit Fotos und kurzen Filmen über unsere Erlebnisse hochgeladen: http://schupa-tansania.de/

[Dies ist der erste Bericht: http://schupa-tansania.de/2019/08/01/karibu-tanzania-khg-reisegruppe/
Danach kann man ganz unten auf der Seite jeweils auf den Link klicken (direkt über dem Impressum bzw. der blauen Linie links), der zweite Bericht heißt z.B. "KHG-Reisegruppe im Ruaha Nationalpark". Bitte nicht wundern, zwischen unseren Berichten sind auch drei Berichte einer anderen Schulpartnerschaftsgruppe unseres Vereins, die gleichzeitig mit uns in Tansania unterwegs war - unsere Berichte sind jeweils mit KHG-Reisegruppe gekennzeichnet.]

Für uns heißt es jetzt wieder ankommen in Deutschland – das Gras ist echt grün und alles ist so zugeteert, ist euch das schon mal aufgefallen? –, uns nicht zu schnell vom Alltag einholen lassen und nicht nur mit einem weinenden und sehnsuchtsvollen Auge, sondern auch mit einem lachenden und glücklichen Auge auf unsere 25 Tage in Tansania zurückzublicken.

Maren Mitterer, 10a


Zu Besuch bei unserer Partnerschule Emmaberg
In der Küche von Emmaberg
Sport gemeinsam mit den Schüler*innen von Emmaberg
Gemeinsames Tanzen in Emmaberg
Emmaberg: Aus Gästen werden Freundinnen
Im Gespräch mit den Patenschülerinnen der Q12
Wir hatten eine tolle Zeit in Emmaberg!
In Ilembula
Unterwegs
Auf Safari im Ruaha Nationalpark
Kampf zwischen Giraffenmännchen im Ruaha Nationalpark
Elefant im Ruaha Nationalpark

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