Planungstage der Tansania-AG in Ottmaring

Bei unserer jährlichen Fahrt der Tansania-AG haben wir die zwei Tage dieses Mal (2019) wieder sehr intensiv und vielfältig genutzt. Wir haben von der Reisegruppe nach Emmaberg sehr viel über ihre Reise zu unserer Partnerschule und auch ihre Erfahrungen gehört, Spiele gespielt und Spaß gehabt. Aber auch dieses Jahr waren wir wieder einmal fleißig am Planen.

Zunächst haben wir im Plenum sogenannte „Schreibgespräche“ gemacht. Diese funktionieren, indem man mehrere große Blätter mit verschiedenen Themen darauf auslegt und jede*r herumgeht und Vorschläge, Ideen und die eigene Meinung zu den bestimmten Punkten aufschreibt. Diese Plakate wurden danach ausgewertet und gemeinsam besprochen.

Davon ausgehend haben wir dann Kleingruppen von vier bis acht Leuten eingeteilt, die sich um das Organisieren einer Aktion kümmern. In jeder dieser Gruppen gibt es mindestens zwei Gruppenleiter*innen, die die Verantwortung für ihre Gruppe tragen und die grundsätzliche Organisation der Pausenverkäufe, Sammlung von Sachspenden, eines Spendenlauf etc. in die Hand nehmen. Natürlich kann man sich immer an die Lehrkräfte wenden. Wir wollen sie aber etwas entlasten und dadurch selbst lernen mit mehr Verantwortung umzugehen, was uns gleichzeitig auf unser späteres Arbeitsleben vorbereitet. Damit versuchen wir dieses Jahr eine etwas andere Vorgehensweise, um noch effektiver als bisher planen zu können. In unseren jeweiligen Kleingruppen hatten wir auf unserer Fahrt Zeiten, in denen wir uns mit unserem jeweiligen Thema befasst haben. Unsere Überlegungen haben wir danach auch im Plenum vorgetragen und besprochen.

Wir haben uns außerdem näher mit der Planung für unseren im November stattfindenden Tansanischen Abend beschäftigt, um diesen Abend besonders schön zu gestalten. Schließlich haben die älteren Schüler*innen der AG schon angefangen sich inhaltlich mit dem Thema für den geplanten Gegenbesuch aus Emmaberg bei uns im nächsten Juli auseinanderzusetzen und abgestimmt, mit welchem Zugang zum Thema „Kolonialismus“ wir uns bei einem ersten Workshop im Dezember auseinandersetzen wollen. Wir haben beschlossen mit „Privilegien und kritisches Weißsein“ direkt bei uns selbst anzusetzen.

Ein weiterer großer Schwerpunkt unserer Fahrt waren Berichte von der Reise von 13 AG-Mitgliedern im August nach Tansania zu unserer Partnerschule Emmaberg. Dies war auch eine willkommene Abwechslung zu den Planungen für unsere Projekte. Die Reise war für alle, die mitgefahren sind, ein großes Abenteuer. Die Kultur, Natur und auch der Umgang miteinander haben sich sehr von Deutschland unterschieden. Uns, die wir nicht dabei waren, wurde die Reise durch viele Fotos, Anekdoten und Erzählungen nähergebracht. Vor allem die Fotos von den Schülerinnen aus Emmaberg und die der Safari im Ruaha Nationalpark sind mir sehr im Gedächtnis geblieben, außerdem die Erzählungen von den langen Busfahrten, dem Marktbesuch und dem Sport mit den Schülerinnen. Allerdings saßen wir dabei nicht nur herum und haben zugehört. Die Schülerinnen aus Emmaberg hatten eine Choreographie zu dem in Tansania bekannten und beliebten Pop-Song Merci erstellt und der Reisegruppe beigebracht. Diese Choreo wurde dann auch uns, die wir nicht in Tansania dabei waren, beigebracht, was wirklich viel Spaß gemacht hat. Auf die Eindrücke der Reise zurückblickend kann ich nur sagen, wie bewegend es war, selbst wenn man nicht dabei gewesen ist.

Außerdem haben wir lustige und spannende Kooperationsspiele gespielt. Zum Beispiel haben wir ein tansanisches Kindersingspiel namens „Chilligo“ kennengelernt: ein Lied, bei dem man in einem bestimmten Rhythmus Nüsse weitergibt, und das meist irgendwann im Chaos endet. Bei diesem Spiel geht es nicht darum zu gewinnen, sondern Spaß beim gemeinsamen Spielen zu haben. Außerdem spielten wir Namenslernspiele und Spiele zur Stärkung unseres Gruppenzusammenhalts. Bei einem, das so ähnlich wie die Reise nach Jerusalem funktioniert, musste man sich als Gruppe auf immer weniger werdende Stühle stellen, ohne dabei den Boden zu berühren. Bei einem anderen mussten wir uns nach bestimmten Kriterien (z.B. unseren Namen alphabetisch geordnet, unserem Alter …) ohne zu reden in der richtigen Reihenfolge aufstellen. Die gesamte Fahrt hat uns sehr gut gefallen und wir hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder gemeinsam wegfahren dürfen.

Hanna Fröhler und Anouk Senn 7c, Katharina Kaindl und Liv Meiners 10d


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