
Karibuni und Willkommen im Juli 2026
Our journey from Tanzania to Germany was full of excitement, enjoyment, learning and wonder! We left Tanzania knowing that we are about to experience new culture, people and environment. After fully enjoying watching the clouds go by, we reached Istanbul airport, unfortunately we missed the planned flight because of a delay of the first one, but thank God we were transferred to another flight. After landing in Germany, we were warmly welcomed by our friends, parents and teachers – we were all very happy to see them!
During our journey from the airport to the hostel in Garmisch-Partenkirchen we noticed the different environment, the vehicles, vegetation and weather condition. We were very excited to see all the different things from the surroundings and to see the kindness and generosity of our friends! Finally, we arrived!
Faraja and Berinda


Sonntag – Wandertag: Nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir mit unseren Rucksäcken und Lunchpaketen zur Bushaltestelle gelaufen und haben einen Bus zur Partnachklamm genommen. Dort haben wir ein Gruppenfoto gemacht und sind in die Klamm gestartet. Viele der tansanischen Schülerinnen hatten vor der Höhe sehr Respekt, aber haben die schöne Aussicht auf die Wasserfälle sehr genossen. Aus der Klamm wieder draußen, ging dann erst der richtige Anstieg los. Eineinhalb Stunden hat es bis zum Gipfel des Eckbauer gedauert, wo wir dann unser Lunchpaket gegessen haben und zu einem nahen Spielplatz gegangen sind. Zum krönenden Abschluss sind wir mit der Gondel runtergefahren, das war ein echtes Abenteuer für die tansanischen Schülerinnen, die so etwas noch nie erlebt hatten. Abschließend sind wir in der Stadt Eis essen gegangen. Wir fanden, dass der Tag ein voller Erfolg war und sehr viel Spaß gemacht hat.
Abby und Elisabeth
We all had great experiences together and created new memories with the students and also created new friendships.
First, we played some interesting games together, to getting to know each other better.
After that, we had some cool workshops about migration and refugees.
It was great to meet new people from Tanzania, but also seeing well-known faces again.
Richard


When we first met with our friends during the exchange last year it was very nice because we had only ever met each other in video conferences, but when they came to Tanzania, we got to meet them in person, which made us very happy!
We were very sad when they had to leave Tanzania, but it is great that we now get to meet them in Germany again, because we missed them so much and we are also very excited to meet with new friends who we had not met before.
Rosemary and Rachel
Wer mehr über den Besuch nachlesen will: Auf der Homepage unseres Schulpartnerschaftsvereins SchuPa Tansania e.V. haben wir noch drei weitere Artikel über das, was wir gemeinsam während unseres Austauschs erlebt haben, veröffentlicht:
Erste Schritte durch Gräfelfing und in unserem Projekt 20. Juli 2026
Rights and Realities 22. Juli 2026
Mpaka wakati mwingine – bis zum nächsten Mal! 30. Juli 2026
Unsere Begegnungsreise wird gefördert durch ENSA, das entwicklungspolitische Schulaustauschprogramm von Engagement Global (im Auftrag des BMZ) und die Stiftung Jugendaustausch Bayern.


ENSA Auftaktkonferenz 2026
Vom 01. - 04. März waren wir – eine Gruppe der Tansania-AG – auf der ENSA Auftaktkonferenz am Werbellinsee in Brandenburg. ENSA, das entwicklungspolitische Austauschprogramm der Bundesregierung fördert uns auch dieses Jahr wieder, so dass wir Ende des Schuljahres eine Gruppe von 10 Schülerinnen, zwei Lehrkräften und den Direktor unserer Partnerschule Emmaberg in Tansania zu uns einladen können. Die Stiftung Jugendaustausch Bayern übernimmt, wie letztes Jahr, wieder die Co-Förderung. Wir freuen uns sehr darüber, dass wir durch diese Förderungen unsere Freund:innen aus Emmaberg zu uns einladen und sie damit wiedersehen können!
Den Montagvormittag hatten wir mit unserer Gruppe und unserer ENSA Trainerin Anja Programm. Nach einem Kennenlernspiel und der Frage, welche Wünsche wir an unsere Zeit auf der Auftaktkonferenz haben, stand zum Teambuilding ein Kooperationsspiel im Freien an. Dabei wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt und bekamen verschiedene Legobausteine. Unsere Aufgabe war es, einen (recht komplizierten) Baum aus Lego nachzubauen. Allerdings war unser Vorbild hinter einem Vorhang versteckt und es durfte immer jeweils nur eine Person die Vorlage für kurze Zeit anschauen. Diese „Späher“ berichteten dann ihrer Gruppe, was sie sich gemerkt hatten, durften allerdings selbst so lange keinen Stein setzen, bis ein neuer „Späher“ losgeschickt wurde. In der Mitte wurde den Teams dann bewusst, dass jeweils zwei Steine mit denen des anderen Teams vertauscht waren, und nach einem kurzen Check mit dem Vorbild wurde schnell getauscht. Am Ende waren die Bäume fast identisch. Beim Besprechen des Spiels stellten wir fest, wie unterschiedlich Perspektiven und Stärken einzelner Personen in der Gruppe sein können und wie wichtig es ist, auf sie zu achten.


Nach einer Teepause haben wir mit Anja eine große Weltkarte ausgebreitet und damit angefangen, Legofiguren als geflüchtete Menschen den Kontinenten zuzuordnen: Wer nimmt die meisten auf? Überrascht waren wir über die Ergebnisse: Europa (mit Russland) 24,5%, Afrika 26,9% und der Asien 44,5%, Nordamerika dagegen nur 0,023% und Süd- und Mittelamerika 0,016% (Quelle UNHCR). Sehr ungerecht fanden wir, dass gerade die Kontinente, die am ärmsten sind, am meisten Flüchtende aufnehmen. Anschließend haben wir uns noch die Zahlen für die Binnenflüchtenden – also Menschen, die innerhalb ihres Landes flüchten – angeschaut: da ist die Verteilung sogar noch ungerechter. Geschockt waren wir von der hohen Zahl der Flüchtenden: 117,3 Millionen Menschen waren im Juni 2025 auf der Flucht, das heißt, dass ein Mensch von 70 fliehen musste. Und das waren nur die mit offiziellem Flüchtlingsstatus! Wir fanden die Methode eine gute Wahl, weil sie uns die Zahlen ganz konkret vor Augen geführt hat.
Nach diesen Erkenntnissen gab es auch schon die Mittagspause. Am Nachmittag und dem nächsten Vormittag hatten wir einen Workshop mit einer anderen ENSA Trainerin ohne unsere Lehrer:innen, aber mit den Schüler:innen einer anderen Schule, die sich bei ihrer Begegnungsreise wie wir mit Flucht beschäftigen. Auch hier gab viele überraschende Momente. Besonders schön fanden wir die Zusammenarbeit mit den Schüler:innen der anderen Schule, weil man sich über die verschiedenen Partnerschaften austauschen und zum Beispiel erfragen konnte, ob sie schon mal ihre Partnerschule besucht haben. Der Workshop war außerdem sehr interaktiv gestaltet und es wurde auch auf unseren Wunsch eingegangen, dass wir auch Zeit draußen verbringen. Dort haben wir uns in einer Art „Spiel“ in verschiedene Situationen hineinversetzt, die uns dazu bringen würden, selbst zu fliehen. Außerdem haben wir uns damit auseinandergesetzt, was uns auf der Flucht begegnen würde wie z.B. die unmenschlichen Lebensumstände in den Lagern, die lebensgefährliche Flucht über das Meer mit Pushbacks durch die europäische Küstenwache. Im weiteren Teil des Workshops haben wir uns viel mit Flüchtenden in Afrika, vor allem Kenia beschäftigt. Durch Geschichten über deren Flucht und Übungen zur Verteilung der Geflüchteten haben wir ein ganz neues Bild und Verständnis von unserem Oberthema Flucht bekommen. Ganz neu für uns war, wie wenig Menschen tatsächlich nach Europa flüchten, da uns gar nicht bewusst war, dass weltweit so viele Menschen fliehen müssen.
Am Dienstagnachmittag hatten wir dann wieder gemeinsam Programm als Reisegruppe und mit Anja. Der Programmpunkt zu Rassismus fand draußen statt. Wir haben uns in Zweier-Teams aufgeteilt und haben pro Person ein (anti-)rassistisches Zitat bekommen, welches wir – ohne zu recherchieren – in einen auf dem Boden liegenden Zeitstrahl einordnen sollten. Bei der Auswertung ist uns aufgefallen, dass die Teams das Zitat oft einigermaßen richtig eingeordnet haben. Jedoch haben uns manche Zuordnungen auch überrascht, da beispielsweise eine sehr rassistische Bemerkung, die wir eher älter geschätzt hatten, ziemlich neu war und sogar von einem französischen Präsidenten auf dem afrikanischen Kontinent geäußert wurde. Das hat uns noch einmal verdeutlicht, wie sehr Rassismus auch heute noch vorhanden ist.
Danach gingen wir zurück in den Raum, in dem der Workshop stattfand. Dort setzten wir uns zusammen, um das Incoming – also den Besuch der tansanischen Schülerinnen bei uns – zu besprechen. Zuerst schrieben wir Ideen und Vorschläge dafür, wie man den Besuch unserer Partnerschule so angenehm wie möglich für die Schülerinnen und Lehrer:innen aus Emmaberg gestalten kann und wie wir unser Umfeld bestmöglich darauf vorbereiten können, auf Plakate. Danach setzten wir uns zusammen und diskutierten über potenzielle Aktivitäten und Kontakte mit Organisationen oder Privatpersonen mit Flüchtlingshintergrund, die bereit sind, darüber zu sprechen, die wir in unser Programm für den Besuch miteinbeziehen können.
Auch das Freizeitprogramm während der Auftaktkonferenz war sehr abwechslungsreich. Es gab beispielsweise Aktivitäten wie Stofftaschen bemalen, Disco- und Karaokeabende, eine Fotobox und viele weitere spannende Angebote. Ein Kinosaal war ebenfalls jeden Abend geöffnet, sodass man sich einen Film anschauen konnte.
Auf dem großen Gelände befand sich zudem ein See mit einer wunderschönen Naturumgebung, den wir bei herrlichem Wetter mehrmals täglich besuchten. Bälle für unterschiedliche Sportarten konnten ebenfalls ausgeliehen werden, sodass man sowohl mit Freund:innen aus der eigenen Gruppe als auch mit neuen Kontakten aus anderen Schulen sportlich aktiv sein und gemeinsam Spaß haben konnte.
Außerdem hatte jede Person die Möglichkeit, sich in das eigene Zimmer oder in einen Gemeinschaftsraum zurückzuziehen, um dort zum Beispiel Musik zu hören. Dank dieser vielfältigen und tollen Angebote gab es für alle die Möglichkeit, eine Aktivität zu finden, die den eigenen Interessen und Wünschen entsprach.
Insgesamt haben uns die vier Tage auf der Auftaktkonferenz sehr gut gefallen: Wir haben viel gelernt, neue Menschen kennengelernt und sind als Gruppe zusammengewachsen.
Hannes, Elisabeth, Jessica, Josef, Franziska, Jule, Abby, Katharina und Penelope



Rückblick auf den Besuch aus Emmaberg – Podcast und ENSA Abschlusskonferenz
Mittlerweile ist der Besuch der 8 Schülerinnen und 3 Lehrkräfte aus Emmaberg bei uns am KHG schon wieder ein halbes Jahr her. Umso schöner, jetzt noch mal mit dieser neuen Folge unseres "KHG fragt nach"-Podcasts an die drei Wochen im Juli 2022 zurückzudenken.
Am vorletzten Tag des Besuchs haben Schüler*innen aus Emmaberg und vom KHG gemeinsam diesen Podcast geplant, sich Fragen überlegt und dann aufgenommen. Jetzt könnt ihr diese Folge endlich anhören. Es gibt wieder eine Original-Version in Englisch - der Sprache, in der wir uns mit unseren Partner*innen in Emmaberg austauschen - und eine mit deutschen Übersetzungen.
Nach all dem, was wir zusammen mit unserem Besuch aus Emmaberg im Sommer erlebt hatten, war die ENSA Abschlusskonferenz vom 24.-27.11. ein schöner Ort, um mit dem für uns sehr ereignisreichen Jahr abzuschließen. Mit Hilfe unserer ENSA-Trainerin Isa haben wir auf unsere Erlebnisse im vergangenen Jahr zurückgeblickt, Momente des Besuches noch einmal durchlebt und reflektiert, was gut gelaufen ist und was wir für künftige Besuche verbessern könnten.
Auch zum Connecten war die Konferenz eine schöne Gelegenheit, es gab Raum, um die anderen geförderten Projekte kennenzulernen und sich darüber auszutauschen. Im Rahmen dieser Konferenz wurde auch den drei Gewinner*innen des diesjährigen ENSA-Fotowettbewerbs, zu denen wir uns zählen dürfen, ihr jeweiliges Foto in XXL auf Leinwand überreicht, unseres findet sich inzwischen an einer Wand im Gang des Lehrerzimmers.
Es waren also nochmal vier schöne und ergiebige Tage in dem Kongresscenter nahe Frankfurt, die uns geholfen haben, unsere Grundlagen für eine gesunde und gute Partnerschaft weiter auszubauen.
Ester und Maren

Eine gelbe Zeit – drei Wochen Besuch aus Emmaberg am KHG im Juli 2022
»Welche Farbe würden wir unserer gemeinsamen Zeit hier am KHG geben?«
Diese Frage haben wir uns ganz am Ende des Besuchs der Gruppe aus Emmaberg beim gemeinsamen Aufnehmen einer KHG-fragt-nach-Podcastfolge gestellt – und in Zweiergruppen versucht, sie zu beantworten. Dabei der Konsens: gelb.
Es war eine gelbe Zeit. Denn gelb ist die Farbe der Sonne und die Sonne strahlt – so wie unsere Gruppe. Sie strahlt in uns hinein, in dunkle Themen und dunkle Zeiten und strahlt in die ganze Welt. Und gelb ist auch eine sehr fröhliche Farbe – denn genauso war unsere gemeinsame Zeit: fröhlich und in jede Dunkelheit hineinstrahlend.
Unsere gemeinsame Zeit, das waren drei wundervolle und intensive Wochen, in denen wir Besuch aus unserer Partnerschule Emmaberg (Tansania) bekamen. Nach monatelanger Organisation und Vorbereitung waren acht Schülerinnen und drei Lehrer:innen aus Emmaberg zu uns ans KHG gereist und haben hier gemeinsam mit uns gelebt, getanzt, gespielt, gelacht und über Kolonialismus und Gerechtigkeit gesprochen.


Zu Beginn ging es vom Flughafen aus für einige Tage in eine Jugendherberge, um uns gegenseitig besser kennenzulernen und letzte Details für die kommenden Wochen zu klären und vorzubereiten. Dort hatten wir neben viel Zeit zum Teambuilding und Spaß haben auch den ersten Workshop zum Thema Kolonialismus. Denn das war das Thema unserer Reise: Kolonialismus und Gerechtigkeit. Dementsprechend hat uns dieses Thema durch die drei Wochen begleitet und viel in uns bewegt. So haben wir beispielsweise eine Führung mit München Postkolonial gemacht, über Klimagerechtigkeit gesprochen, zu Widerstand gegen den deutschen Kolonialismus in Tansania recherchiert und viel diskutiert. Am Schluss haben wir das Gelernte und unsere Gedanken in kreativen Projekten festgehalten: in Kurzfilmen und einer Fotostory.


Neben dieser inhaltlichen Arbeit haben wir auch an einer Partnerschaftserklärung gearbeitet, unseren Gästen München, Gräfelfing und das KHG inklusive Unterricht gezeigt, Gottesdienste gefeiert, an Lagerfeuern gesungen, zusammen gekocht und gegessen und getanzt und gesungen und UNO gespielt. Und so wurden aus unseren Gästen im Laufe der Zeit gute Freund:innen.
Ein weiterer Höhepunkt dieser schönen, gelben Zeit war unser Partnerschaftsfest: Ganze elf Jahre Partnerschaft haben wir mit diesem Fest gefeiert. Unser zehnjähriges Jubiläum letztes Jahr hatten wir auf Grund von Corona leider nicht feiern können, doch jetzt hatten wir gemeinsam mit unseren tansanischen Freund:innen umso mehr Grund zum Feiern.
Auch das Fest war sehr gelb – was aber nicht nur an den gelben Emmaberg-Shirts lag, die wir alle trugen! Gemeinsam hatten wir ein sehr vielfältiges und buntes Programm zusammengestellt, wovon am schönsten für uns wohl das gemeinsame Singen und Tanzen auf der Bühne war. Daneben gab es eine Fashion Show, tansanisches und deutsches Essen, Zeit für Gespräche und Erzählungen aus elf Jahren Partnerschaft.
Und dann waren plötzlich die letzten Tage des Besuchs angebrochen und ehe wir es uns versahen, saßen wir auf der Wiese neben der Michaelskirche Lochham und haben unser Abschiedsfest gefeiert. Dieses Fest war ganz anders als das Partnerschaftsfest: Es gab kein festes Programm, wir lagen einander einfach in den Armen, haben uns Abschiedsgeschenke überreicht, waren gemeinsam traurig und haben uns gegenseitig die Tränen getrocknet.

Schließlich war der unvermeidbare Moment gekommen: Wir haben unsere Freund:innen wieder zum Flughafen München gebracht und mussten uns verabschieden, bevor sie zurück nach Tansania flogen. Wegflogen. So schrecklich weit weg.
Dort am Flughafen die letzten prägenden und intensiven Momente. Das lange Warten vorm Check-In. Das letzte Zustecken von mit Herzchen verzierten Abschiedsbriefen. Das Arm in Arm auf dem Flughafenboden Sitzen. Das gemeinsame Weinen, In-den-Armen-Liegen und Nicht-voneinander-weg-Wollen. Das immer wieder zueinander Rennen, wann immer die Warteschlange an der Sicherheitskontrolle eine Schleife in unsere Richtung machte. Letzte gemeinsame Fotos, das Austauschen von Kontaktdaten und dann das letzte Winken zum Abschied.


Doch wir, wir werden uns wiedersehen und diese gelbe Zeit nie vergessen, das haben wir uns ganz fest versprochen.
Clara Lynker 7a und Maren Mitterer Q11


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