Professor Kurt Huber - der Namensgeber unserer Schule

 

Prof. Kurt Huber (* 24. Oktober 1893 in Chur; † 13. Juli 1943 in München) war ein deutscher Philosoph, Psychologe, Musikwissenschaftler und intellektueller Widerstandskämpfer der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ gegen das NS-Regime.

„Rückkehr zu klaren sittlichen Grundsätzen, zum Rechtsstaat, zu gegenseitigem Vertrauen von Mensch zu Mensch; das ist nicht illegal, sondern umgekehrt die Wiederherstellung der Legalität.“

Professor Kurt Huber in seiner Verteidigungsrede vor dem Volksgerichtshof am 19. April 1943

Das Kurt-Huber-Gymnasium fühlt sich dem geistigen Erbe von Kurt Huber eng verpflichtet und widmet sich mit vielfältigen Aktivitäten dem Widerstand gegen das NS-Regime und der Erinnerungskultur. Dabei arbeiten wir mit externen Partnern wie der Weiße-Rose-Stiftung, dem Bayerischen Rundfunk oder dem NS-Dokumentationszentrum München zusammen. Weitere Informationen zu unseren Aktivitäten finden Sie auch auf der Seite der Fachschaften Geschichte/Sozialkunde.

www.weisse-rose-stiftung.de/die-weisse-rose-stiftung-e-v/

 

Fotoprojekt - mein Alltag mit Kurt Huber

Im Rahmen der Erinnerungsarbeit am KHG haben sich Schüler*innen des Fotokurses von Frau Haub mit dem Thema „Mein Alltag und Kurt Huber“ auseinandergesetzt. Dabei sind viele interessante Fotografien entstanden, die in einer Art Fotoloop zusammengesetzt wurden. Das Ergebnis wurde unter diesem Link veröffentlicht. Anlässlich des Geburtstages von Kurt Huber am 24. Oktober (geb. 1893), möchten wir mit dieser künstlerischen Auseinandersetzung das Gedenken an Kurt Huber lebendig halten. Hier eine kleine Auswahl:

Symbolbild: Flugblätter der Weißen Rose (zum Fotoloop bitte anklicken)
 

Ein Interview mit Professor Wolfgang Huber

Im Juni 2020 führten die beiden Abiturienten Maximilian Luther und Vincent Christ in der Denkstätte Weiße Rose am Lichthof der LMU ein interessantes und bewegendes Interview mit Prof. Wolfgang Huber, dem Sohn von Prof. Kurt Huber.

Das Interview wurde eigens für den neuen Youtube-Kanal der Weiße-Rose-Stiftung aufgezeichnet und ist ab sofort unter folgendem Link abzurufen:

https://www.youtube.com/watch?v=4qeaKL4Qzuo

Das Kurt-Huber-Gymnasium und die Weiße-Rose-Stiftung freuen sich über zahlreiche Aufrufe dieser Seite und hoffen, vor allem viele junge Leute damit zu erreichen.

Stefanie Fehlhammer

 
 

Ein Abend zum 125. Geburtstag von Kurt Huber

Am 24. Oktober 2018 fand anlässlich des 125. Geburtstags von Prof. Kurt Huber ein Gedenkabend mit Musik und Texten von und über Kurt Huber und die Weiße Rose statt. Zu den Gästen zählten auch Wolfgang Huber (Sohn von Kurt Huber), Hildegard Kronawitter (Weiße Rose Stiftung), Carmen E. Kühnl (Verein für Volkslied und Volksmusik) und Friedrich Schreiber (Journalist, Verein "Gedenken im Würmtal"). Die Textauswahl besorgte Maximilian Kolmeder, die Gestaltung des Abends übernahmen Monika Eberl, Stefanie Fehlhammer und die Fachschaft Musik. (Bilder Hans Schlicht)

 


 

Das Vokalensemble und die Kombo der Oberstufe mit Jazz der 40er Jahre und Volksmusik, die von Kurt Huber gesammelt wurde.

Von links: Frau Kronawitter, Frau Groß, Herr Huber, ganz rechts Herr Schreiber

Herr Koldt und die "Weisenbläser" spielten alpenländische Volksmusik.

Schülerinnen und Schüler der Oberstufe lasen Texte von Kurt Huber und der Weißen Rose.

Jens Herkommer las Texte von Willi Graf.

Simon Schärtl las Texte von Alexander Schmorell.

Lisa Klostermann las aus den Dokumenten von Christoph Probst.

Lorin Deller las Texte von Hans Scholl.

Julia Schwab las Texte von Thomas Mann.

 

Gedenkwoche für Kurt Huber

Fest verwurzelt im Gedächtnis der Schülerinnen und Schüler

Das Kurt-Huber-Gymnasium erinnert anlässlich des 75. Todestags an ihren Namensgeber Prof. Kurt Huber

Am Freitag, den 13. Juli 2018, veranstaltete das Kurt-Huber-Gymnasium anlässlich des 75. Todestags von Professor Kurt Huber eine feierliche Andacht in der Schule. Bei strahlend blauem Himmel versammelten sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Eltern im Innenhof des Gymnasiums, um auf würdevolle und bewegende Weise an den Widerstand und das mutige Handeln Prof. Kurt Hubers zu erinnern.

Die evangelische Pfarrerin Eva Forssman zog in ihrer Ansprache viele Parallelen zwischen dem in Weilheim inhaftierten Pfarrer Kurt Steinbauer und Prof. Kurt Huber sowie den anderen Mitgliedern der Weißen Rose. Sie alle verbinde der Mut, für die eigene Meinung und Überzeugung einzutreten, sie alle seien geprägt von dem tiefen Glauben an die Würde des Menschen, die nicht antastbar ist. Die Botschaft der Widerstandskämpfer sei in unseren Tagen aktueller denn je: „Wir müssen über uns hinauswachsen, dass wir frei werden von den gängigen Vorurteilen und Meinungen unserer Zeit und Zeitgenossen“, so Eva Forssman.

Kurt Hubers Tätigkeit als begeisterter Volksliedforscher wurde durch die musikalischen Schülerbeiträge gewürdigt. Ein kleines Ensemble, bestehend aus Harfe, Zither und Flöte spielte zwei Volkslieder aus dem Liederbuch Hubers, das seine Frau Clara Huber posthum veröffentlicht hat.

Auf die Verteidigungsrede Hubers, die in Auszügen von einigen Schülern der Oberstufe beeindruckend vorgetragen wurde, folgten melancholische und nachdenkliche Klänge des Orchesters des Gymnasiums. Das von den Geschwistern Scholl so geliebte Lied „Die Gedanken sind frei“ wurde von den anwesenden Mitgliedern der Schulfamilie gemeinsam gesungen, womit die Gedenkfeier sehr stimmungsvoll endete.

Nach der Andacht fuhren die Schülerinnen und Schüler der AG Erinnerungskultur in Begleitung einiger Lehrkräfte zum Waldfriedhof an das Grab von Prof. Kurt Huber. An der feierlichen Kranzniederlegung vor Ort nahmen Prof. Wolfgang Huber, der Sohn Kurt Hubers, und seine Frau teil.

Eröffnet wurde die Gedenkfeier durch die Schulleiterin des Gymnasiums, Frau Anita Groß. Sie betonte in ihrer Rede, welche Bedeutung Kurt Huber für die Werteerziehung am Gräfelfinger Gymnasium habe. Der Satz „Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit“, der aus dem fünften Flugblatt der Weißen Rose stammt und im Haupteingang der Schule zu lesen ist, solle die Schülerinnen und Schüler tagtäglich daran erinnern, dass auch sie in unserer demokratischen Gesellschaft eine große Verantwortung tragen würden und ihren eigenen Beitrag dazu leisten müssten, um Frieden und Freiheit, die wesentlichen Fundamente unserer Demokratie, zu bewahren. Wichtig sei es, eine kritische Geisteshaltung zu entwickeln, bestimmte Positionen genau zu hinterfragen und gegen Unrecht und Ungerechtigkeit vorzugehen, auch wenn dies manchmal mit unangenehmen Konsequenzen verbunden sein mag.

Frau Uta Wüst, die Bürgermeisterin Gräfelfings, und Markus Schmorell, der Neffe Alexander Schmorells und Zweiter Vorsitzender der Weiße-Rose-Stiftung, freuten sich über die jungen Leute, die zahlreich am Grab von Prof. Huber erschienen waren, und bezeichneten diese als Hoffnungsträger in einer - politisch und gesellschaftlich gesehen -unsicheren Zeit.

Julia Schwab, die Schülersprecherin des Gymnasiums, betonte, welch große Bedeutung es für die Schülerinnen und Schüler habe, die Gedenkfeier gemeinsam mit den Verwandten der Widerstandskämpfer begehen zu können. Sie appellierte an die anwesenden Schülerinnen und Schüler, „nicht nur Reden über die mit Kurt Huber verbundenen Werte zu schwingen, sondern den eigenen Kurt Huber mit sich zu tragen und in vielen Situationen zu versuchen, so zu handeln, wie er es getan hätte“. Dass die Erinnerungskultur am Gymnasium keine rein personenbezogene sei, machte sie klar, indem sie auf die verschiedenen Aktionen, die im Rahmen der Kurt-Huber-Gedenkwoche stattgefunden haben, hinwies.

Im Kunstunterricht wurden – das Thema „Meinungsfreiheit“ betreffend – schreiende, zugenähte, verschlossene und verstummte Münder aus Ton gefertigt, verschiedene Klassen setzten sich mit dem Begriff „Zivilcourage“ auseinander und überlegten sich, was man heute unter Widerstand versteht. Die im Innenhof des Gymnasiums verteilten Flugblätter forderten die Schülerinnen und Schüler mit provokanten Sprüchen zum Nachdenken, zu Toleranz und Respekt auf.

Musikalisch umrahmt wurde die Gedenkfeier am Grab von einem Bläser-Quartett der Oberstufe. Zu besinnlichen Klängen aus einer irischen Volksweise verlasen zwei Schüler die von Hoffnung und dem Glauben an Gott geprägten Abschiedsbriefe Kurt Hubers und Alexander Schmorells, der ebenfalls am 13. Juli 1943 hingerichtet worden ist. Am Schluss der Gedenkfeier überreichte die Schülersprecherin Wolfgang Huber ein sehr persönliches Geschenk der Schule. In einem liebevoll gestalteten Buch hatten zahlreiche Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Assoziationen und Gedanken zu dem Namensgeber der Schule festgehalten.

Die Tonplatte mit der Aufschrift „Verwurzelt im Gedächtnis der Schüler des KHG“, die zusammen mit dem Kranz am Grab niedergelegt worden ist, zeigt, dass Kurt Huber und seine Botschaft in den Köpfen der Schülerinnen und Schüler fest verankert zu sein scheint.

Stefanie Fehlhammer

Bilder von der Gendenkwoche

Andacht für Kurt Huber im Innenhof

Feierliche Kranzniederlegung im Beisein von Wolfgang Huber (rechts mit Umschlag) und Bürgermeisterin Uta Wüst

Von Schülerinnen und Schülern gestaltete Gedenkplatte

Kunstobjekte der Q11 zur Meinungsfreiheit

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