Alle für EINE WELT - EINE WELT für alle - Der Schulwettbewerb für Entwicklungspolitik

Die Leitziele des KHG sind auch die Säulen für unsere Aktivitäten im Bereich Entwicklungspolitik.


 

2022: KHG gewinnt erneut den Schulpreis für Entwicklungspolitik

Das KHG ist am 21. Juni 2022 zum zweiten Mal beim bundesweiten Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik in Berlin als Sieger ausgezeichnet worden. Die Jury lobte besonders das nachhaltige und vielfältige Engagement, das auch während der Pandemie nicht nachgelassen habe. Mit der Auszeichnung ist eine Siegerprämie von 5000,-€ verbunden, die in die Projekte fließen soll. Eine ausführliche Berichtertattung folgt.

Das filmische Porträt über die Aktionen an unserer Schule kann HIER angesehen werden.

Links: Svenja Schulze, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Mitte: Frau Groß, Maren Mitterer und Frau Rückert bei der Preisverleihung am 21.6.2022 in Berlin (Bild: Merlin Naj-Torma)
 

Unsere Delegation in Berlin berichtet von der Preisverleihung:

Als kurz nach den Osterferien das Telefon klingelte und ein Mitglied der Jury des bundesweiten Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik „alle für EINE WELT für alle“ uns mitteilte, dass wir in dieser Wettbewerbsrunde wieder (!) für einen der fünf Schulpreise nominiert sind, konnten wir es kaum fassen. Kurze Zeit später stand es dann fest - wir haben den Preis, wie schon 2020, erneut gewonnen!

Dabei hatten wir damit überhaupt nicht gerechnet - wer gewinnt schon zweimal hintereinander in einem bundesweiten Wettbewerb, bei dem sich mehrere hundert Schulen aller Schularten bewerben? Trotzdem hatten wir Anfang des Schuljahres in der Tansania-AG beschlossen, uns auch in dieser 10. Wettbewerbsrunde erneut zu bewerben. Ein Unterteam der AG traf sich dafür von November bis März immer wieder: Wir haben in stundenlangen Besprechungen Konzepte entworfen und wieder verworfen, Designs erstellt, Vorträge ausgearbeitet, die schließlich von zwei Oberstufenschülerinnen gehalten wurden, Beiträge erstellt und erfragt und dann in den letzten Wochen bis tief in die Nacht am Portfolio gearbeitet. Bis am 7. März, kurz vor Einsendeschluss, das Portfolio endlich mit Hilfe der gesamten Schulgemeinschaft versandbereit war: Auf über 100 Seiten haben wir dokumentiert, wie wir uns in den unterschiedlichsten Gruppen sehr vielfältig mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen auseinandersetzen bzw. welche Aktionen wir dazu machen - immerhin lautet das Motto dieser Wettbewerbsrunde auch „Zeit für Action!“. Und Action, die passiert ja an unserer Schule ganz viel - daher an dieser Stelle ein riesiges und herzliches Dankeschön an alle Schüler*innen und Lehrkräfte, die sich an unserer Schule so beeindruckend für Nachhaltigkeit und Globales Lernen einsetzen und die etwas zu diesem Portfolio beigetragen haben.

Zur Preisverleihung am 21. Juni durfte dann eine Delegation des KHG, bestehend aus der Schulleitung Frau Groß, der für die Tansania-AG zuständige Lehrerin Frau Rückert und der Q11-Schülerin Maren Mitterer, nach Berlin reisen. Das Vorabendprogramm am 20.06. lieferte in lockerem Rahmen einen ersten Eindruck von den anderen Teilnehmer*innen. Besonders begeisterte uns die Zeichnung, mit der eine Künstlerin unseren Beitrag umgesetzt hatte und die wir als Geschenk mitnehmen durften!

Die Preisverleihung selbst fand am nächsten Vormittag im historischen Stadtbad Oderberger statt. Hier erfuhren wir jeweils durch Kurzfilme, was die verschiedenen Teilnehmer*innen für Beiträge eingereicht hatten und waren wirklich beeindruckt, was es für tolle Ideen und Projekte gab. So drehte zum Beispiel eine 4. Klasse einer Grundschule einen Kinotrailer über die 17 Nachhaltigkeitsziele und erreichten sogar, dass dieser in einem lokalen Kino vor jedem Film gezeigt wurde. Eine 6. Klasse setzte sich gemeinsam mit ihrer Partnerschule in Ruanda damit auseinander, was Glück für sie bedeutet; eine 9. Klasse schrieb ein Bilderbuch über den Lebenszyklus eines Spielzeugs; eine Berufsschulklasse beschäftigte sich gemeinsam mit ihrer Partnerschule in Mosambik mit natürlichen Färbemitteln für Stoffe. Und das sind nur wenige Beispiele der vielen, sehr unterschiedlichen in fünf verschiedenen Kategorien prämierten Beiträge.

Mit Spannung hatten wir auch den Film erwartet, der über das KHG als Siegerschule in der Kategorie 5: Schulpreis gedreht worden war. Dafür war im Mai ein Filmteam zu uns an die Schule gekommen, um einen Vormittag lang möglichst viel von dem einzufangen, was wir am KHG alles in den Bereichen Globales Lernen und Nachhaltigkeit machen. Hier ist das Ergebnis zu sehen: https://youtu.be/oQ4o0zFh2FQ

Anschließend wurde uns mit persönlichen Worte von der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Svenja Schulze, eine Siegerurkunde und der Scheck überreicht. Das Preisgeld wird in Projekte im Bereich der 17 Nachhaltigkeitsziele am KHG fließen, unter anderem den Gemüseacker, Workshops, den Schulpodcast, in die Reisekosten für den Besuch aus Emmaberg, die Unterstützung der Emmaberg-Schülerinnen beim Schulgeld und Vieles mehr.

Für uns als KHG Delegation war die Preisverleihung ein ganz besonderes Erlebnis.

Angesichts der vielen aktuellen Krisen auf unserer Welt kann man doch immer wieder die Hoffnung verlieren. Jetzt aber einmal mehr zu sehen, wie viele Menschen sich auf kreative Weise für eine bessere Welt für alle einsetzen, hat Mut gemacht, weiter für eine bessere und gerechtere Zukunft zu kämpfen.

Andrea Rückert und Maren Mitterer (Q11)

 

2020: Bilder von der Online-Preisverleihung für 2019/20

Das KHG hatte bereits 2019/20 den begehrten Schulpreis in der 9. Wettbewerbsrunde des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik gewonnen. Zum Film, der uns damals als Siegerschule porträtierte, geht's HIER.

Presseberichte: Süddeutsche ZeitungMünchner MerkurUnser Würmtal

Der Wettbewerb hat das Ziel, den Lernbereich Globale Entwicklung im Unterricht aller Jahrgangsstufen zu unterstützen und Kinder und Jugendliche für die Eine Welt zu sensibilisieren und zu aktivieren. Der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik wird im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung durchgeführt.

Das KHG nahm in der Kategorie 5 - Schulpreis teil, um zu zeigen, dass globales Lernen fester Bestandteils unseres Schullebens ist.

In der Bewerbung wurde herausgearbeitet, in welcher Form die Themen "Bildung: Globales Lernen", "Respekt: Partnerschaft mit der Girls Secondary School Emmaberg, Tansania" und "Verantwortung - Nachhaltigkeit" am KHG gelebt werden. Diverse Beispiele aus dem Unterrichtsalltag, Aktionen unserer Arbeitsgruppen Ökologo!s, Tansania, Umwelt und Schulgarten, aber auch Fortbildungen, Studienfahrten ohne Flüge und Fair-Trade-Projekte sind nur einige Punkte, die die Jury davon überzeugt haben, das KHG für einen der fünf Hauptpreise zu nominieren.

Der eingereichte Beitrag sowie die Prüfung der Aktivitäten in einem gemeinsamen Gespräch vor Ort unter Beteiligung von Schulleitung und Schülerinnen und Schülern hat gezeigt, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung der Schulfamilie des KHG ein Anliegen ist und im Schulalltag gelebt wird.

Countdown - gleich geht's los!


Bundesentwicklungsminister Müller begrüßte die Preisträgerinnen und Preisträger.


Preisverleihung am 10.12.2020


Musikalisches Intermezzo des amtierenden Europameisters im Beatboxing RoBeat


Bundespräsident Steinmeier lobte das Engagement der Schülerinnen und Schüler.


                       


 

Begründung der Jury

 

Kategorie 5: Schulpreis (dotiert mit 5.000 Euro) & Unterstützung eines Schulaustauschs im Rahmen des ENSA-Programms

Der Schulpreis zeichnet Schulen aus, die sich besonders engagiert und nachhaltig mit Fragen globaler Entwicklung beschäftigen. In dieser Kategorie werden fünfgleichberechtigte Preise verliehen. Außerdem erhält eine Schule die Unterstützung eines Schüleraustauschs mit einem Land des Globalen Südens.

„Zerreiß den Mantel der Gleichgültigkeit–weil uns unsere Zukunft nicht egal ist. “Kurt-Huber-Gymnasium, Gräfelfing (Bayern)

Das Kurt-Huber-Gymnasium verfolgt das Motto „Bildung –Verantwortung–Respekt“. Dieses findet auch im Schulcurriculum Berücksichtigung und ist wegweisend für die klare konzeptionelle Linie der Schule. Dabei werden Aspekte der klassischen Entwicklungshilfe hinterfragt und mit einer Partnerschule in Tansania eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe geführt. Die Schule bearbeitet viele Aspekte des nachhaltigen Wirtschaftens und der nachhaltigen Bildung in allen Fächern und bedient sich dabei sehr variantenreichen Umsetzungsmethoden, um die Schülerinnen und Schüler zu kritischem Hinterfragen anzuregen. Das Leitbild wird am Kurt-Hubert-Gymnasium tagtäglich gelebt und durch zahlreiche Aktionen deutlich. Die starke Auseinandersetzung mit Privilegien des Weiß-Seins lässt die Schülerinnen und Schüler erkennen, wie ungerecht und oft auch rassistisch die Welt ist. Der Austausch mit den Schülerinnen und Schülern aus Tansania regt zur Selbstreflektion an und hilft, globale Zusammenhänge zu erkennen, zu verstehen und die konkreten Wirkungen des eigenen Handelns einzuschätzen. Das Engagement bzw. die Strahlkraft geht auch über die Schulhofgrenzen hinaus. Die vielen öffentlichkeitswirksamen Aktionen der Schule haben einen starken Multiplikatoreffekt. Die Schule ist Umwelt- und Internationale Nachhaltigkeitsschule, Fairtrade School sowie MODUS-Schule.

 


Schulleiterin Anita Groß im Interview


 

Staunen, Erleichterung, Begeisterung, Freude, Lachen, Jubel!

So erlebte Maren Mitterer, Q11, die letzten Monate

Es war ein ganz gewöhnlicher Septembermittwoch … Bis plötzlich ein Anruf aus Berlin kam mit der Nominierung für einen der fünf Preise in der Kategorie Schulpreis bei dem Wettbewerb „Alle für EINE WELT für alle“. Staunen, Erleichterung, Begeisterung, Freude, Lachen, Jubel.

Schon Monate im Voraus hatten wir am Kurt-Huber-Gymnasium mit der Bewerbung für den Schulpreis des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung begonnen, haben stundenlang zusammengesessen, gebrainstormt mit der Tansania AG, die Bewerbung im Schulforum besprochen und uns ein Konzept überlegt. Es folgten ein Filmdreh mit Interviews von Schüler*innen und Lehrer*innen und ein zig Seiten langes Portfolio. Das diesjährige Wettbewerbsmotto „Meine, Deine, Unsere Zukunft?!“ passte perfekt zu unserem Schulmotto, das alle zwei Jahre neu gewählt wird – weil uns unsere Zukunft nicht egal ist – und unserem Leitbild – Bildung, Respekt, Verantwortung. So gehören das globale Lernen zu Bildung, unsere Partnerschaft mit Emmaberg zu Respekt und die Nachhaltigkeit zur Verantwortung. Beim Sammeln und Zusammenstellen aller zu diesen Themen passenden Projekten an unserer Schule ist auch uns erstmal so richtig bewusst geworden, wie unfassbar viele Aktionen dazu es bei uns bereits gibt und wie sehr diese Themen auf vielen verschiedenen Ebenen in unserem Schulalltag verankert sind. Umso mehr freuen wir uns, dass die Jury dies offenbar genauso gesehen hat!

Anfang März war es dann endlich soweit, das Portfolio und das Video waren fertig und abgeschickt. Daraufhin hieß es dann monatelang mitfiebern und abwarten, zumal sich aufgrund der Corona Pandemie alles zeitlich nach hinten verschoben hat. Bis eben zu jenem Septembermittwoch, an dem wir den Anruf mit der frohen Botschaft erhielten.

Einen Monat später kamen dann erst zwei Vertreterinnen der Jury für ein Gespräch zu uns an die Schule, um unsere Bewerbung zu überprüfen, und noch in derselben Woche ein Filmteam des Wettbewerbs, um unsere Schule zu porträtieren. Zwei spannende Tage, vor allem der Filmdreh, mit einem Spiel zu globaler Gerechtigkeit, Interviews mit Schüler- und Lehrervertreter*innen, einer Englisch-Unterrichtsstunde zu globalem Lernen und dem Dreh einer Videobotschaft für Emmaberg.

Zwei Wochen später dann die Nachricht, dass wir wirklich einen der fünf Preise, mit 5.000€ dotiert, gewonnen haben. Staunen, Erleichterung, Begeisterung, Freude, Lachen, Jubel über diese ganz besondere Auszeichnung aus hunderten von Schulen der unterschiedlichen Schularten in ganz Deutschland für unser Engagement, in dem so viel Herzblut steckt!

Maren Mitterer Q11


Außenaufnahmen


Interview mit Frau Groß


Frau Rückert vor dem Greenscreen


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