Anti-Rassismus-Workshops

Von April bis Juli 2026 wurden in Zusammenarbeit mit Bildung trifft Entwicklung – einem bundesweiten Bildungsprogramm, das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert wird – in allen 8.-11. Klassen am KHG jeweils dreistündige Anti-Rassismus-Workshops durchgeführt. Herzlichen Dank an den Förderverein, der unseren Eigenanteil an den Workshops finanziert hat. Hier einige Eindrücke von Schülerinnen und Schülern zu den Workshops:

"Es ist kein Geheimnis, dass die meisten Menschen in Deutschland wenig über Rassismus und darüber, wie er Menschen verletzt, wissen. Deswegen fanden wir es gut, dass nicht nur wir, als Mitglieder der Tansania-AG, uns damit auseinandersetzen, sondern die ganze Schule Workshops zu Diskriminierung, Rassismus und dem globalen Süden hatte. Die Aufklärung z.B. über Stereotype hat sehr geholfen, viele Schüler:innen zum Nachdenken gebracht und ihre Sichtweise geändert."

Hannes 8a und Josef 8b

"Der Rassismus-Workshop unserer 11. Klasse letzte Woche war sehr interessant und eine ziemlich intensive Erfahrung. Besonders gut war, dass wirklich alle unsere Fragen offen beantwortet wurden. Wir haben uns im Laufe des Tages auch verschiedene Songs angehört, die das Thema musikalisch behandeln, was die ganze Sache noch viel greifbarer gemacht hat. Ein wichtiger Punkt war dabei, den genauen Unterschied zwischen Diskriminierung und Rassismus zu verstehen: Diskriminierung ist der Oberbegriff und bedeutet ganz allgemein, dass Menschen wegen eines bestimmten Merkmals – wie zum Beispiel dem Geschlecht, der Religion, einer Behinderung oder dem Alter – benachteiligt oder unfair behandelt werden. Rassismus ist eine spezielle, tief sitzende Form davon, bei der Menschen wegen ihrer vermeintlichen Herkunft, Hautfarbe oder ihrer Religion als „anders“ markiert und systematisch abgewertet werden. Besonders augenöffnend war für uns in diesem Zusammenhang der sogenannte Alltagsrassismus. Das sind die vermeintlich kleinen Dinge, wie die Frage „Wo kommst du wirklich her?“. Auch wenn so etwas oft nur aus Neugierde gefragt wird und gar nicht böse gemeint ist, wurde uns klar, wie verletzend das ist, weil man dadurch immer wieder das Gefühl bekommt, nicht richtig dazuzugehören. Der Tag war für viele von uns auch echt unangenehm, weil man sich plötzlich an eigene lockere Sprüche erinnert hat, bei denen man sich damals nichts gedacht hat. Gelernt haben wir vor allem, dass Wegschauen nicht mehr gilt. Wenn Betroffene von ihren Erfahrungen erzählen, dürfen wir das nicht mehr als „Witz“ herunterspielen. Außerdem haben wir ganz praktisch gelernt, wie wir uns konkret verhalten können, wenn wir selbst in eine solche Situation geraten oder Zeuge davon werden – zum Beispiel indem man direkt, aber ruhig widerspricht, der betroffenen Person beisteht und die Situation nicht einfach unkommentiert ignoriert."

Philipp 11b

"Wir haben sehr viel über Klischees geredet. Ich habe z.B. gelernt, dass es auf dem afrikanischen Kontinent auch reiche und in Europa auch arme Gegenden gibt. Auch wenn ich das vorher „eigentlich“ auch schon wusste, wurde mir bewusst, dass mein Gehirn es mir oft anders vorgetäuscht hatte. Wir haben auch über Erfahrungen mit rassistischen Bemerkungen und Handlungen geredet und ein Bewusstsein dafür bekommen, was Betroffene als rassistisch erleben, selbst wenn es nicht so gemeint ist."

Lene 8a

"In der Bahn bekommt man nebenbei ein Gespräch mit: Um eine Konversation mit ihrer Sitznachbarin zu beginnen, fragt eine ältere Dame, woher sie denn käme, weil sie aufgrund ihrer Hautfarbe davon ausgeht, dass sie nicht in Deutschland geboren wurde. Verwundert und leicht verletzt antwortet die Sitznachbarin jedoch, dass sie schon ihr Leben lang in Deutschland lebe und auch hier geboren sei. Das ist nur eine von vielen Situationen, in denen man Alltagsrassismus begegnet. Häufig ohne böse Absicht, aber trotzdem ist es wichtig, darauf aufmerksam gemacht zu werden. Solch ein Bewusstsein für alltäglichen Rassismus brachte der Anti-Rassismus-Workshop vielen Schüler:innen des KHGs. Durch das Demonstrieren von Beispielen von Alltagsrassismus und das gemeinsame Diskutieren über die verschiedenen Formen von Rassismus, setzte man sich zusammen mit Expert:innen und Mitschüler:innen mit dem Thema auseinander und verließ den Workshop mit einem gestärkten Bewusstsein für Alltagsrassismus und der Relevanz, auch andere darauf aufmerksam zu machen. Denn man sorgt vor allem gemeinsam für eine bessere Welt und ein respektvolles Zusammenleben!"

Chiara 11a

"Der Workshop war sehr aktiv und kreativ gestaltet und hat uns deswegen gut gefallen. Wir finden es wichtig, mehr über Rassismus zu lernen und wie man mit rassistischen Aussagen umgehen kann. Persönlich hat uns gut gefallen, dass alle Meinungen geschätzt wurden."

Ella 8b und Jessica 8c

"Ich fand, der Workshop war eine coole Erfahrung. Wir haben viel gelernt und er war spannend gestaltet. Es gab auch viele Aktivitäten, so dass wir aktiv lernen konnten."

Paula 8a

"Der Workshop hat uns viele neue Dinge und Aspekte gezeigt. Man konnte sich gut beteiligen. Die Leiter waren sehr nett und haben viele Beispiele gebracht. Wir haben z.B. ein Video angeschaut von einer Weißen Frau, die einen Schwarzen Mann im Bus belästigt und beschimpft."

Quirin 8b und Xaver 8c

"Der Workshop war sehr wichtig und produktiv. An vielen Stellen waren die Themen und Geschichten sehr spannend. Bitte mehr solche Workshops!"

Janusz 8a


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