Herzlich Willkommen auf der Seite der AG Politik und Zeitgeschichte (AGPuZ) des Kurt-Huber-Gymnasiums Gräfelfing!
Über uns
Die AG PuZ besteht aus engagierten Schülerinnen und Schülern der 10. und 11. Jahrgangsstufe und setzt sich mit aktuellen politischen Ereignissen und historischen Entwicklungen auseinander. Unser Ziel ist es, das Verständnis für die politische und geschichtliche Gegenwart bei unseren Schülerinnen und Schülern am KHG zu vertiefen.
Unsere Arbeit
Unsere Aktivitäten
Einen zentralen Schwerpunkt unserer Veranstaltungen stellt die Erinnerungskultur an die Verbrechen des Nationalsozialismus und das Gedenken an die Überlebenden des Holocausts dar. Durch unsere vielfältigen Aktivitäten wollen wir das Bewusstsein für diese wichtige Thematik wachhalten und die Bedeutung der historischen Erinnerung für die Gegenwart und Zukunft betonen.
Warum mitmachen?
Die AG Politik und Zeitgeschichte bietet eine großartige Gelegenheit, sich aktiv mit wichtigen gesellschaftlichen, politischen und geschichtlichen Themen auseinanderzusetzen und das eigene Wissen zu erweitern. Durch unsere Veranstaltungen könnt ihr ein tieferes Verständnis für politische Prozesse und historische Zusammenhänge aufbauen und dadurch Engagement und Verantwortung übernehmen. Außerdem stärken unsere gemeinsamen Projekte und Diskussionen eure Urteilsbildungskompetenz sowie Team- und Kommunikationsfähigkeit.
Mitglied werden
Die AG PuZ steht allen Schülerinnen und Schülern der 10. und 11. Jahrgangsstufe am KHG offen, die sich für Politik und Geschichte interessieren. Egal, ob du bereits Vorkenntnisse hast oder einfach neugierig bist – wir freuen uns über jedes neue Mitglied!
Bei Interesse oder Fragen wende dich bitte zu Schuljahresbeginn entweder persönlich oder per Mail an unsere AG-Leiterin Frau Amann. (corinna.amann@mykhg.de)
Wir freuen uns auf dich und dein Engagement für die AG PuZ!
Im Folgenden geben wir einen Einblick in unsere Aktionen:
Besonders stolz sind wir auf unsere jährlich stattfindenden Aktionen, die wichtige Traditionen und Gedenkveranstaltungen in Kooperation mit unseren externen Partnern beinhalten:
Am 24.11.2024 fand zum wiederholten Mal die Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus am jüdischen Friedhof in Gauting statt. Die dort Begrabenen haben zwar die Schrecken des Konzentrationslagers und den Todesmarsch durch das Würmtal überlebt, sind dann aber nach dem Ende des 2. Weltkriegs ihren Verletzungen im Displaced-Persons-Lager in Gauting erlegen.
Die Veranstaltung wurde vom Verein „Gedenken im Würmtal“ organisiert und ihr wohnten mehr als 60 Menschen bei. Darunter auch wir Schülerinnen und Schüler der drei Würmtaler Gymnasien: Otto-von-Taube-Gymnasium, Feodor-Lynen-Gymnasium und Kurt-Huber-Gymnasium.
Der Tag war kalt, aber dennoch schien die Sonne, als wir uns alle auf dem jüdischen Friedhof in Gauting versammelten. Zu diesem Anlass ist sogar Kantor Yonatan Amrani eigens von der Israelitischen Kultusgemeinde in Nürnberg angereist. Er hat uns durch seinen Gesang einen anschaulichen Einblick in die jüdische Tradition gegeben. Aber auch die Reden und Gebete, die unter anderem von Jan Mühlstein und Dr. Jürgen Skarek gehalten wurden, waren sehr eindringlich und berührten uns tief. Auch nach der Gedenkveranstaltung hallten die Worte teilweise noch nach. Am meisten gingen uns jedoch die Geschichten der direkten Verwandten und Nachfahren unter die Haut, die teilweise selbst vor Ort das Grab ihrer Vorfahren besucht haben.
Stellvertretend für diese haben wir dann auch Steine auf die Gräber gelegt, was eine jüdische Tradition ist. Sinn dieser Gedenkveranstaltung war es, an das zu erinnern, was niemals in Vergessenheit geraten darf, und der NS-Opfer zu gedenken, die hoffentlich ihren Frieden gefunden haben. Und dieses Ziel wurde auf jeden Fall erfüllt.







Neben unseren jährlichen Veranstaltungen bieten wir auch wechselnde Aktionen an, die je nach aktuellen Themen und Möglichkeiten variieren können:
Besuch von Ausstellungen, Theaterstücken, Filmvorführungen in München und Umgebung:
Besuch und Teilnahme von Podiumsdiskussionen und Vernissagen von externen Partnern:

Durchführung von Workshops, Projekten und Vorträgen:
Am 13. November fand im Volkstheater München der Tag der Quellen statt. Der Zweck dieser Veranstaltung ist es, an den Schrecken des Nationalsozialismus zu erinnern. Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Schulen Münchens und Umgebung tragen hierbei wie jedes Jahr Textquellen auf unterschiedliche Art und Weise vor, wie zum Beispiel durch das Vorführen von szenischen Spielen oder durch das Vorlesen von Dokumenten und Zeitzeugenberichten.
Auch das KHG war mit der AG Politik und Zeitgeschichte dort vertreten. Die Schülerinnen Clara, Maja und Karla aus der Q12 lasen Ausschnitte aus dem Buch “Amon: Mein Großvater hätte mich erschossen” vor und verknüpften diese mit ihren Erlebnissen während der Polenfahrt im Oktober 2024. Das Buch handelt von der Enkelin des KZ-Lagerkommandeurs Amon Göth, der besonders für seinen Sadismus und seine Grausamkeit im KZ Plaszow bekannt war. Die farbige Autorin Jennifer Teege beschreibt im Buch ausführlich ihre persönliche Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Familiengeschichte. Auf diese Thematik waren die Schülerinnen und Schüler während der Besichtigung des Geländes des früheren KZs und vor der Villa Amon Göths aufmerksam geworden.
Die anderen Schulen präsentierten aber auch weitere, interessante Beiträge, wie die schauspielerische Darstellung der Biografie eines weiteren Lagerkommandeurs oder Tagebucheinträge eines jüdischen Mädchens aus Litauen. Eine weitere Schule gab auch einen spannenden Bericht über die nationalsozialistischen Aktivitäten in Starnberg wieder. Alle Beiträge wurden mit viel Mühe vorbereitet und vorgetragen. Insgesamt waren 12 Schulen an der Veranstaltung beteiligt. Die Moderation wurde von Özlem Sarıkaya vom Bayrischen Rundfunk übernommen.
Abschließend lässt sich sagen, dass es besonders wichtig ist, dass die junge Generation sich dafür engagiert, die Erinnerungen an diese schlimme Zeit des Nationalsozialismus aufrechtzuerhalten, damit diese niemals in Vergessenheit gerät. ,,Nichts gehört der Vergangenheit an. Alles ist Gegenwart und kann wieder Zukunft werden.” Fritz Bauer (Staatsanwalt und Hauptorganisator der Auschwitz-Prozesse)


Die Schülerinnen und Schüler der AG „Politik und Zeitgeschichte“ nahmen am Freitag, den 10. Mai, gemeinsam mit zwei Klassen des Sophie-Scholl-Gymnasiums an Workshops zu der Wanderausstellung „Resistance Through Their Eyes“ an der LMU teil. Die Ausstellung zeigt 16 Menschen aus den Niederlanden, Italien, Polen und Deutschland, die während des Zweiten Weltkriegs Widerstand gegen das Nazi-Regime sowie die Besatzung leisteten. Ermöglicht wurde die Teilnahme an den Workshops durch die Weiße Rose Stiftung. Lehramtsstudenten führten die Schülerinnen und Schüler durch die Ausstellung und diskutierten anschließend mit ihnen über die unterschiedlichen Arten des Widerstands sowie die verschiedenen Persönlichkeiten und ihre Biographien.



Wir arbeiten eng mit verschiedenen Organisationen zusammen, die unsere Projekte und Veranstaltungen bereichern. Daher möchten wir uns unter anderem bei folgenden Partnern bedanken:
Bsp. Zusammenarbeit mit den Nachfahren der „Weißen Rose“: Gedenkveranstaltung zum Todestag von Kurt Huber, 2023

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