Der Buß- und Bettag wurde auch in diesem Jahr wieder für
eine schulinterne Lehrerfortbildung genutzt. Im Focus standen diesmal
Sicherheitsfragen sowie Lehr- und Lernmethoden.
Der Tag begann zunächst mit einer Sicherheitsschulung durch
Herrn Siebler, der aktuelle Hinweise zum Verhalten bei Feueralarm
und Sicherheitsalarm vermittelte. Es gibt hausintern zwei verschiedene
Alarmsignale:
1. Bisher bekannt ist der Feueralarm (durchlaufender Intervallton
ohne Durchsage), bei dem das Schulgebäude möglichst
rasch zu verlassen ist.
2. Neu ist der sog. „Sicherheitsalarm“. Wenn Gefahr
von außen droht (z.B. durch ausgetretene Chemikalien oder
einen bewaffneten Eindringling) kann es notwendig sein, im Klassenraum
zu bleiben und die Tür zu verschließen. In diesem
Fall wird ein Sicherheitsalarm ausgelöst, der mit einer
automatischen Durchsage beginnt, auf die ein Tonsignal folgt.
Der Text der Durchsage lautet: „Achtung, Sicherheitsalarm!
Klassenzimmer verschließen! Auf weitere Durchsagen achten!“
Der zweite Alarm ist in erster Linie das Resultat der traurigen
Ereignisse in Erfurt, Winnenden und Amberg. Wir hoffen, dass
er an unserer Schule nie ausgelöst werden muss! Hinweise
auf gewaltbereite Schüler sollten umgehend an das Direktorat
oder eine Vertrauensperson (z.B. Verbindungslehrer, Sozialpädagogen,
Schulpsychologin) gemeldet werden. Solche Hinweise werden natürlich
streng vertraulich behandelt!
Der eigentliche Schwerpunkt des Pädagogischen Tages war
jedoch die Erweiterung der Methodenkompetenz. Am Vormittag tauschten
die Kollegen untereinander ihr methodisches Know-how in Form
einer Methodenbörse aus. Dabei bewies das Kollegium, dass
es eine große Vielfalt an Methoden kennt und auch bereit
ist das jeweilige Wissen weiterzugeben.
Gearbeitet wurde in Gruppen:
Gruppe A: Durchführung von Projekten
Eva Risse: Projektmanagement
Gregor Pelger: Projektarbeit in der Mittelstufe
Ingrid Panowsky: Grundregeln der Präsentation für
Unter- und Mittelstufe
Klaus Waller: Körpersprache bei Präsentationen (ab
Mittelstufe)
Renate Matthias: Vorbereitung einer mündlichen Schulaufgabe
Tobias Schüttler: Filmprojekt zu den Strahlensätzen
Gruppe B: NUFO- Basics
Eva Nonnenbroich: Regeln der Freiarbeit
Sibylle Riederer: Organisation eines Lernzirkels
Diana Daiminger: Stationenlernen mit abgestuften Lernhilfen
Ingrid Auracher/Regina Weis: Beispiele für Lernzirkel
Irmi Fischer/Gudrun Back: LDL – Beispiele aus Physik und
Mathe
Gruppe C: Szenischer/Spielerischer Umgang mit Texten
Marianne Ott-M.: Einstieg in literarische Texte: Rollenbiographie
u. Rolleninterview
Andrea Rückert: Bibliolog – Texte von innen heraus
entdecken und Arbeit mit Standbildern
Eva Forssman: Godly Play – spielerisch-entdeckendes Lernen
Gruppe D: Kommunikation und Kreativität
Uschi Glogger: Poetry Slam (Methoden des kreativen Schreibens)
Toni Liebl: Problemorientiertes Lernen
Diana Daiminger: Kreativer Tafeleinsatz
Eva Nonnenbroich: Kommunikationsfördernde Methoden/Meinungsaustausch
Nicole Rüb: Spielerische und kreative Grammatikübungen
Gruppe E: Gruppenarbeit und Evaluation
Irmi Fischer: Möglichkeiten der Gruppeneinteilung
Eva Huller: Selbstevaluation und Selbstdiagnostik am Beispiel
Portfolio
Marianne Ott-M.: Ergebnisse von Gruppenarbeit sichern und Evaluation
von Gruppenarbeit
Gruppe F: Ergebnissicherung
Eva Nonnenbroich: Möglichkeiten der Rechenschaftsablage
Andi Riedel: Memorieren mit Liedern
Richard Siebler: Möglichkeiten der Ergebnissicherung
Stephie Hassmann: Schreibgespräch zur Wiederholung des
Grundwissens
Jürgen Koldt: Supergrips – spielerische Methode zum
Wiederholen von Grundwissen
An dieser Stelle sei allen Kolleginnen und Kollegen herzlich
gedankt, die Beiträge zum Methodencurriculum geleistet haben.
Die Veranstaltung hat gezeigt, dass unsere Schule weit
davon entfernt ist, nur Frontalunterricht zu erteilen, sondern
neuen
Unterrichtsformen gegenüber äußerst aufgeschlossen
ist! NUFO geht weiter!
Am Nachmittag teilte sich das Kollegium erneut in Gruppen auf.
1. Alle Fachbetreuer versammelten sich in der Bibliothek, um
sich mit der Frage zu beschäftigen, ob am KHG ein verbindliches
Methodencurriculum eingeführt werden sollte, wie ein solches
Curriculum aussehen und in welchen Fächern welche Methoden
vermittelt werden könnten. Dabei geht es um die Methodenkompetenz
der Schüler, die es zu systematisieren gilt, sodass über
die Jahre hin ein verlässliches und nachhaltig erworbenes
Methodenwissen vermittelt wird. Als Moderatorinnen konnten dankenswerterweise
Frau Mordstein und Frau Ruf vom Peutinger Gymnasium in Augsburg
gewonnen werden, die zu diesem Thema bereits Erfahrungen gesammelt
haben. Nach einer lebhaften Diskussion einigten sich die Fachbetreuer
darauf, im Laufe dieses Schuljahres ein Methodencurriculum zu
erstellen. Dazu soll bis zum Frühjahr zunächst in den
Fachschaften Listen mit ausgewählten Kompetenzen erstellt
werden, die mit Hilfe des jeweiligen Faches exemplarisch eingeführt
werden können, um dann auch in anderen Fächern angewandt
zu werden.
2. Zwei andere Gruppen trafen sich, um fachübergreifende
Projekte in der 9. und 10. Jahrgangsstufe zu planen. Die Einführung
in Projektarbeit ist eine wichtige Voraussetzung, um in der Qualifikationsstufe
des G8 erfolgreich am Projektseminar teilzunehmen.
3. Eine kleine dritte Gruppe sammelte sich um Herrn Rehn und
machte sich Gedanken über die Frage, wie man Internet-Lernplattformen
wie MOODLE für das KHG nutzen kann.
Das reichhaltige Programm dieses Tages zeigt vor allem, wie intensiv
am KHG über Methodenarbeit nachgedacht wird und wie vielfältig
Methoden bereits eingesetzt werden.
Hans Schlicht |