Nach fünf Jahren ist mit dem Schuljahr 2006/2007 das Schulentwicklungsprojekt
Modus 21, an dem das Kurt-Huber-Gymnasium sehr erfolgreich teilgenommen
hat, zu Ende gegangen. Ziel dieses Projektes war es, Schulentwicklung
von der Basis her zu betreiben, indem man den ausgewählten
Schulen Freiheiten und finanzielle Mittel gab, um ihnen die Möglichkeit
zu eröffnen, innovative Projekte durchzuführen, die
bisher so nicht möglich waren.
Projekte einzelner Fachschaften
Alle Fachschaften waren aufgefordert, sich an diesem Modellversuch
zu beteiligen. Am innovationsfreudigsten erwies sich die Fachschaft
Deutsch, die sich vor allem um neue Formen der Leistungserhebung
bemühte. So wurde in der 11. Jahrgangsstufe eine Schulaufgabe
durch eine Gruppen-Präsentation ersetzt, der eine professionelle
Präsentationsschulung in der 10. Klasse vorausgeht. In der
Unterstufe stand der Einsatz moderner Unterrichtsformen wie „Lernen
durch Lehren“ und Partnerarbeit im Mittelpunkt. Entsprechende
Formen der Leistungserhebung sind hier eine Schulaufgabe mit Übungen
zu Grammatik und Sprachgebrauch sowie eine Partnerschulaufgabe,
in der jeweils zwei Schüler einen gemeinsamen (dialogischen)
Text verfassen.
In den modernen Fremdsprachen (Englisch, Französisch) wurde zunächst
ein Jahr lang erprobt, ob sich eine 1:1-Gewichtung im Schriftlichen und Mündlichen
bewährt. Die beteiligten Fachlehrer waren aber der Meinung, dass es sinnvoller
ist, mündliche Kompetenzen bei den Prüfungsformen stärker zu
berücksichtigen und dadurch aufzuwerten. So wurde im Schuljahr 2006/2007
in den 10. Klassen erstmals eine Englischschulaufgabe durch eine debate, also
eine Debatte von jeweils zwei Schülern über aktuelle Themen, ersetzt.
Allgemeine Projekte
Neben den fachschaftsinternen Maßnahmen wurden auch Projekte
durchgeführt, die fachschafts- und jahrgangsübergreifend
waren, ja sogar zwischen verschiedenen Schularten vermittelten.
Kooperation mit der Volksschule Lochham
Die Kooperation mit der benachbarten Volksschule Lochham stand
von Anfang an als Modus-Maßnahme fest. Vom ursprünglichen
Vorhaben, in Kern- und Nebenfächern leistungsheterogene
Gruppen zu bilden, mussten wir uns aber relativ schnell verabschieden.
Die organisatorischen Probleme, aber auch die Leistungsdifferenzen
waren zu groß und wurden durch die Einführung des
G8 noch verschärft. Die Zusammenarbeit konzentrierte sich
auf zwei Modellklassen, die u.a. gemeinsame Theateraufführungen,
Exkursionen und ein Wochenende auf Burg Schwaneck durchführten.
Frau Bittner von der Hauptschule und Frau Lechner-Fuchsbrunner
vom Gymnasium haben hier großes Engagement und pädagogisches
Einfühlungsvermögen gezeigt. Sehr erfreulich ist, dass
die meisten Hauptschüler, die seit der 5. Klasse mit dem
Gymnasium kooperierten, den M-Zug einschlagen konnten und im
nächsten Schuljahr den mittleren Schulabschluss machen werden.
Auch mit der Grundschule gab es zu Beginn von Modus 21 Kontakte
zwischen den Fachschaften Deutsch, Mathematik und Englisch, bei
denen die Frage des Übertritts ans Gymnasium erörtert
wurde. Diese Absprachen werden durch die Einführung des
G8 in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen.
Gemeinsame Informationsabende von Eltern der 5. Klassen des Gymnasiums, der
Hauptschule und der Realschule für Eltern der 4. Klasse Grundschule („Eltern
beraten Eltern“) stießen auf große Resonanz und stellten
wertvolle Entscheidungshilfen bei der Frage des Übertritts dar.
Die Kooperation im Rahmen von Modus21 wird mit einem gemeinsamen Benefizlauf
der 10. Klassen Hauptschule und Gymnasium im Sommer abgerundet. Natürliche
werden wir auch weiterhin mit der Volksschule Lochham in Kontakt bleiben!
Reduzierung der Fehlstunden in der Kollegstufe
In Bezug auf die Kollegstufe bestand seit langem der Wunsch,
auf die z.T. hohen Fehlzeiten zu reagieren und ein Bewusstsein
für nachhaltiges Lernen zu schaffen. Modus21 ermöglichte
es uns, in Absprache mit Schülern und Eltern eine Ergänzung
zur üblichen Regelung einzuführen. Nun muss der Schüler
in Form einer kurzen Prüfung nachweisen, dass er – nach
einer bestimmten Anzahl von Fehlstunden - den versäumten
Stoff tatsächlich nachgeholt hat. Die Absenzen sind durch
diese Regelung deutlich zurückgegangen und die Kollegiaten
gehen verantwortungsbewusster mit dem Nachlernen versäumten
Stoffes um.
Individuelle Förderung
Ein Thema, das immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist die Frage
der individuellen Förderung, vor allem im Zusammenhang mit
besonders begabten und leistungsschwachen Schülern. Es gilt
zum einen, das Wiederholen einer Jahrgangsstufe durch rechtzeitige
und gezielte Förderung zu vermeiden, zum anderen, besonders
begabten und interessierten Schülern Angebote zu machen.
Im Rahmen von Modus 21 wurden vor der Einführung des G8 für die Jahrgangsstufe
7, in der erfahrungsgemäß vermehrt die ersten Gefährdungen
auftreten, Förderkurse für Schüler eingerichtet, deren Vorrücken
im Zwischenzeugnis gefährdet war. In sechswöchigen Kursen, die von
Lehrern der Fachschaften Mathematik, Latein und Englisch geleitet wurden, konnten
die Schüler ihre Defizite erkennen und sich um einen Ausgleich bemühen.
Mit der Einführung des G8 wurde die Durchführung dieser
Nachmittagskurse aus organisatorischen Gründen immer schwieriger.
Deshalb wurde für die 7. Jahrgangsstufe am KHG eine Variante
der Intensivierungsstunden entwickelt:
Bereits in der 6. Jahrgangsstufe stellen die Fachlehrer der Kernfächer
den Leistungsstand ihrer Schüler fest und sprechen eine Empfehlung aus:
entweder zum Besuch einer „Fördergruppe“ in der 7. Jahrgangsstufe
für leistungsschwache Schüler oder zum Besuch einer „Projektgruppe“ in
der 7. Jahrgangsstufe für besonders leistungsstarke bzw. interessierte
Schüler. Die Schule erstellt auf Basis der Empfehlungen der Fachlehrer
ein Angebot an Fördergruppen und Projektgruppen. Wesentlich ist, dass
die Teilnehmerzahl pro Gruppe auf 7 bis maximal 10 Schüler beschränkt
ist. Das ist allerdings nur dann möglich, wenn nicht alle Schüler
die Intensivierung wahrnehmen, diese also freiwillig ist. Da es ohnehin Klagen über
die zeitintensive Stundentafel des G8 gegeben hat, wurde diese Öffnung
von zahlreichen Schülern und Eltern begrüßt.
Schüler, die eine Intensivierung wahrnehmen wollen, verpflichten sich
jeweils für ein halbes Schuljahr zur Teilnahme an einer Gruppe. Danach
ist ein Wechsel in eine andere Gruppe möglich. Auch ein Nachrücken
in die Förderkurse ist während des ganzen Schuljahres grundsätzlich
möglich.
Dieses Modell der Intensivierung ist so effektiv, dass es 2007 im Zwischenzeugnis
der 7. Jahrgangsstufe bei 106 Schülern nur 2 (!) Gefährdungen gab.
Richtig genutzt, können die Intensivierungsstunden auf diese Weise nicht
nur den individuellen Lernerfolg im G8 befördern, sondern insgesamt auch
für geringere Durchfallerquoten sorgen.
Besonders gute Arbeit haben die Projektgruppen geleistet: So erhielten die
Schülerinnen und Schüler der Deutsch-Projektgruppe der 7. Klassen
für ihren Beitrag zum Thema „Alles nur geklaut“ einen Preis
der Bundeszentrale für politische Bildung.
Personalentwicklung
Im Bereich „Personalentwicklung“ ist das KHG vorbildlich
bei der Teambildung und Teamfortbildung innerhalb des Lehrerkollegiums:
Klassen- und Jahrgangsstufenteams stehen in regem fachlichen
und pädagogischen Austausch miteinander, in pädagogischen
Sitzungen werden Probleme der Unterstufe besprochen. Durch die
finanziellen Mittel, die der Bildungspakt Bayern dankenswerterweise
für die Modus-21-Schulen zur Verfügung gestellt hat,
konnte das schulinterne Fortbildungsangebot ausgeweitet werden,
was letztlich der Schulentwicklung insgesamt zugute kommt.
Arbeitsgruppen
Im Rahmen von Modus 21 wurde die Einrichtung von Arbeitsgruppen
angeregt. Die AG „Standards“ hat u.a. ein sehr effektives
Verfahren entwickelt, um die Schüler zum regelmäßigen
Erledigen der Hausaufgaben, zu Pünktlichkeit und mehr Sorgfalt
beim Mitbringen von Unterrichtsmaterialien anzuregen. Im Schuljahr
2007/08 kümmert sich eine Arbeitsgruppe verstärkt um
die Belange der Mittelstufe. Das erste Projekt wird hier die
Ausbildung von Schülern zu „Lerncoaches“ für
die Unterstufe sein.
Ausblick
Modus 21 hat unserer Schule die Chance gegeben, Schulentwicklung
so zu betreiben, dass positive Ergebnisse nicht nur dem KHG zugute
kommen, sondern auch anderen Schulen zugänglich gemacht
werden. Die Stiftung Bildungspakt Bayern hat noch vor Abschluss
des Modellversuchs ein Handbuch herausgegeben (Cornelsen Verlag),
in dessen zweiter Auflage 60 Maßnahmen aus verschiedenen
Schularten beschrieben sind. Erfreulicherweise wurden alle diese
Maßnahmen in die neue Gymnasiale Schulordnung, die am 1.August
2007 in Kraft tritt, übernommen; somit wurde dieser Ideenpool
für alle Schulen in Bayern freigegeben.
Das Kurt-Huber-Gymnasium hat schon vor Modus 21 intensiv Schulentwicklung
betrieben und wird diesen Prozess auch nach Abschluss des Projektes
fortführen. Erfreulicherweise hat der Wunsch aller Modus-Schulen,
den Status „Modellschule“ und die damit verbundenen
Freiräume auch nach Abschluss von Modus 21 behalten zu dürfen,
auf politischer und ministerieller Ebene Gehör gefunden.
Als leitender Modus-21-Koordinator bedanke ich mich bei meinen
Mitstreiterinnen Frau Ebert, Frau Mark, Frau Lechner-Fuchsbrunner
und Frau Panowsky für die gute Zusammenarbeit. Ebenso danke
ich allen KollegInnen, SchülerInnen und Eltern, die bei
Modus 21 mitgewirkt haben!
Hans Schlicht
Weitere Informationen aus der Vergangenheit: Modus 21 - Schule in Verantwortung
Unsere Schule nimmt seit dem Schuljahr 2002/03
am Modellprojekt MODUS 21 teil. Wir sind eines von sieben Gymnasien,
die von Anfang an dabei waren. Mittlerweile wurde das Projekt,
das bis August 2007 weiterläuft, auf folgende 17 Gymnasien
und insgesamt 44 Schulen verschiedener Schularten ausgeweitet.
Teilnehmende Gymnasien
1. Gymnasium Kirchheim www.gymnasium-kirchheim.de
2. Kurt-Huber-Gymnasium Gräfelfing www.khg.net
3. St.-Irmengard-Gymnasium Garmisch-Partenkirchen www.irmengardschule.de
4. Gymnasium Casimirianum Coburg www.casimirianum.de
5. Christoph-Jacob-Treu-Gymnasium Lauf a.d. Pegnitz www.cjt-gym-lauf.de
6. Deutschhausgymnasium Würzburg www.deutschhaus.de
7. Gymnasium Schloss Neubeuern www.schloss-neubeuern.de
8. Gymnasium Donauwörth www.gym-don.de
9. Adalbert-Stifter-Gymnasium Passau www.asg-passau.de
10. Dientzenhofer Gymnasium Bamberg www.dg-info.de
11. Gymnasium Ottobrunn www.gymnasium-ottobrunn.de
12. Benedikt-Stattler-Gymnasium Kötzting www.bsg-koetzting.de
13. Gymnasium München/Moosach www.gmm.musin.de
14. Gymnasium Veitshöchheim www.gymnasium-veitshoechheim.de
15. Ernst-Reisinger-Gymnasialinternat, Schondorf www.landheim-schondorf.de
16. Gymnasium Max-Josef-Stift München www.max-josef-stift.de
17. Max-Born-Gymnasium Germering www.mbg-germering.de
Das von der „Stiftung Bildungspakt Bayern“ (das
sind Unternehmen und Institutionen der Privatwirtschaft sowie
das Kultusministerium) getragene und finanzierte Projekt hat
bereits eine Reihe von interessanten Ergebnissen hervorgebracht.
Davon wurden 30 ausgewählt und in einer Broschüre
sowie im Internet unter dem Titel „Leitfaden“ veröffentlicht
und zur
Nachahmung an anderen Schulen freigegeben. Bei dieser Auswahl ist auch das
KHG mit einer Maßnahme, nämlich seinem vorbildhaften Förderunterricht
für die Jahrgangsstufe 7 (Maßnahme Nr. 11), vertreten.
Zur Zeit werden am KHG folgende MODUS-Maßnahmen
durchgeführt:
Arbeitsfeld 1:
Verbesserung der Qualität von Unterricht und Erziehung
1. Neue Formen der Leistungserhebung
Deutsch:
- Anfertigen einer Schulaufgabe in Partnerarbeit
in Jgst. 5 + 7 (Erstellen einer dialogischen Szene bzw. eines
Streitgesprächs)
- Einführung einer Grammatik-Schulaufgabe
in Jgst. 5 + 7
- Ersatz einer Schulaufgabe durch eine Präsentation
in Jgst. 11 mit Präsentationsschulung (eintägiger
Kurs, künftig schon in Jahrgangsstufe 10)
- Schüler gestalten eigenverantwortlich
den Unterricht (LDL)
Geschichte/Sozialkunde:
- Test über Grundwissen und Schwerpunkte
des Jahresstoffs am Schuljahresende
- Schüler gestalten eigenverantwortlich
den Unterricht(LDL)
2. Förderungskurs für Schüler,
deren Vorrücken gefährdet ist
- Zielsetzung
Reduzierung der ab Jahrgangsstufe 7 rapide ansteigende Zahl der „Durchfaller“
- Maßnahme
Intensives Förderprogramm in Mathematik, Englisch, Latein, beginnend
mit dem Zwischenzeugnis für die Dauer von sechs Wochen
- Wer kann daran teilnehmen?
Die Aufforderung zur Teilnahme wendet sich nur an Schüler mit der folgenden
Notenkonstellation:
Kernfach Note 6
Kernfach Note 5 und Vorrückungsfach Note 5
Zwei Kernfächer Note 5
An einer Fördergruppe sollen maximal 7 Schüler teilnehmen.
- Was wird vermittelt?
Die angemeldeten Schüler erhalten Zusatzstunden, in denen die größten
fachlichen Lücken in einem Fach geschlossen werden sollen. Außerdem
sollen sie in Lernmethodik geschult werden. Am Anfang des Kurses steht die
Analyse der Schwächen anhand von Schulaufgaben, Gesprächen mit
den Fachlehrern, dem Schüler und den Eltern.
Der Förderunterricht soll in diesem Jahr für den letzten G-9-Jahrgang,
also die
8. Jahrgangsstufe, durchgeführt werden!
3. Schüler führen Wahlunterricht
durch
Seit dem Schuljahr 2004/05 gibt es als Zusatz
zum zwangsläufig reduzierten Wahlfachangebot der Schule
Arbeitsgruppen in Sport, die von Schülern geleitet werden.
Es haben sich in diesem Schuljahr fünf Gruppen gebildet.
1. Tanz (HipHop) (Leitung: Lisa Treiling, 11a)
2. Volleyball (Leitung: Nadine Hönig 11b, Tobias Hohner, Max Hülsebusch,
K13)
3. Basketball (Leitung: Max Lössl, Niclas Krumhorn, 10b)
4. Fußball Mädchen (Leitung: Anna Veit,11b, Sabine Pilsinger,
10b)
5. Fußball Buben (Leitung Sebastian Kutzner, Niclas Beil, 11b)
Das Angebot wird vor allem von Mittelstufenschülern dankbar angenommen.
4. Neue Absenzenregelung in der Kollegstufe
Übersteigen die Fehlzeiten in einem Zeitraum
von 6-8 Wochen die Wochenstundenzahl des Faches um 1 Stunde
oder mehr (Bsp. 6 Fehlstunden in einem LK), so ist eine Prüfung über
den versäumten Stoff abzuhalten. Der Grund der Abwesenheit
(Krankheit, Führerschein...) ist für die Anordnung
der Prüfung nicht von Bedeutung. Es geht darum, Versäumtes
nachzuholen und nachhaltiges Lernen einzuüben.
Arbeitsfeld 2:
Personalmanagement und Personalführung
1. Ausbildung einzelner Kollegen
zu Fachleuten im Bereich Schulentwicklung
Ziel: Gezielte Fortbildung
interessierter und geeigneter Kollegen zu Experten und Multiplikatoren
in folgenden Bereichen der Schulentwicklung:
- Neue Unterrichtsformen
- Sozialkompetenz
- Streitschlichtung
- Internet und Multimedia
- Moderation
- Besuch entsprechender Fortbildungsveranstaltungen
(u.a. auch „Lion’s Quest“)und Weitergabe
an das Kollegium im Rahmen von SCHILF.
- Diese Maßnahme wird maßgeblich
durch die Mittel finanziert, die der Schule im Rahmen von
MODUS 21 zur Verfügung gestellt werden.
2. Planung und Durchführung
von schriftlichen Leistungserhebungen im Lehrerteam
In mehreren Fächern (Deutsch, Geschichte,
Mathematik, Englisch) werden Schulaufgaben in Parallelklassen
bereits im Lehrerteam entworfen und am selben Tag geschrieben.
Auch eine aufgabenteilige Korrektur ist bereits durchgeführt
worden (Mathematik).
Arbeitsfeld 3:
Inner- und außerschulische Partnerschaften
Kooperation mit der Grund- und Hauptschule
Lochham (siehe Bilder)
Der Schwerpunkt der Kooperation liegt in der
Klasse 8c. Diese Klasse hat seit der 6. Jahrgangsstufe einen
guten Kontakt zur Parallelklasse von Frau Bittner in der
Hauptschule. Beteiligt waren bisher außerdem die Klassen
7b und 6a. Neu einsteigen soll die Klasse 5a. Ansprechpartnerin
ist Frau Lechner-Fuchsbrunner.
Maßnahmen
- Gemeinsame Unterrichtsstunden in der Unterstufe
mit Team-teaching von Lehrern beider Schulen; bisher in den
Fächern Deutsch, Mathematik, Religion/Ethik, Musik,
Sport, Kunst
- Gemeinsame Projekte (z.B. Theater- und Literaturprojekte
der jetzigen 8c im Bürgerhaus, zuletzt am 9. November
2005 zur Ausstellung „Viechereien“) und Exkursionen
(Wandertage, Theaterbesuche etc.)
- Lernen durch Lehren
- Erfahrungsaustausch mit Kollegen der Grundschule
(in Deutsch und Mathematik)
- Gemeinsame Pluskurse am Nachmittag in Mathematik
und Deutsch (Lesen) in leistungsgemischten Gruppen (seit
Einführung des G8 nicht mehr möglich!)
Bisherige Ergebnisse der Kooperation
Gewinn
Während an der Hauptschule die Motivation, die Herausforderung und der
Imagezuwachs eine große Rolle spielen, steht im Gymnasium das sozialintegrative
Lernen im Mittelpunkt. Die Abwechslung im Schulalltag wirkt sich aber auf
alle Beteiligten motivierend aus, vor allem wenn es sich um Projekte und
Exkursionen handelt.
Probleme
Schwierige Organisation, da die Vormittage unterschiedlich strukturiert sind;
sehr große Gruppen, sehr unterschiedliches Arbeitstempo und Leistungsniveau;
Skepsis der Schüler.
Da eine Kooperation im Fachunterricht vor allem
aus Sicht des Gymnasiums schwierig zu gestalten ist, wird
in Zukunft der Schwerpunkt der Kooperation auf außerunterrichtlichen
Aktivitäten (musisch-künstlerischer und sportlicher
Bereich) liegen.
Wir danken allen Schülern und Kollegen,
die sich bisher aktiv an MODUS-21-Maßnahmen beteiligt
haben!
Für Anregungen sind
wir jederzeit dankbar!
Die Modus-21-Koordinatoren
Hans Schlicht und Ingrid Panowsky |