Schulentwicklung am Kurt-Huber-Gymnasium

 

Pädagogischer Tag 2009: Methodenbörse und Methodencurriculum


Der Buß- und Bettag wurde auch in diesem Jahr wieder für eine schulinterne Lehrerfortbildung genutzt. Im Focus standen diesmal Sicherheitsfragen sowie Lehr- und Lernmethoden.


Hans Schlicht

Bericht zum Pädagogischen Tag 2009

Das Fachraum-Modell


Soweit es stundenplantechnisch möglich ist, unterrichtet die Lehrkraft stets in einem bestimmten Raum. Die Schüler wechseln zwischen den Unterrichtsstunden die Unterrichtsräume. Damit wurde ein Raumsystem eingeführt, das es in fast allen Ländern außer Deutschland schon lange gibt.

Die Klassenzimmer wurden entsprechend eingerichtet (Unterrichtsmaterial, Plakate, Geräte) - unsere Schülerinnen und Schüler finden daher schöne, ansprechend gestaltete Räume mit entsprechenden Fachausstattungen vor.

"Lerncoaches" für die Unterstufe


Neben den bereits lang etablierten Tutoren, die die Schüler an die Schulgemeinschaft heranführen, gibt es nun für die 5. und 6. Klassen auch Lerncoaches.

Jeder Klasse ist ein Team von Lerncoaches zugeordnet, die sich den Klassen bereits vorgestellt haben. An sie können sich die Schüler jederzeit bei kleineren Problemen, z.B. in den Pausen, wenden.

Der Lerncoach soll kein Nachhilfelehrer sein. Er begleitet seinen Schützling im schulischen Alltag und soll Hilfe zur Selbsthilfe bieten. Dabei sollen sie Übergangsprobleme mildern, beim Anwenden von Lernmethoden und Arbeitstechniken unterstützen, bei der Organisation von Hausaufgaben und der Vorbereitung von Schulaufgaben helfen und die Selbständigkeit fördern.

Ein intensiveres individuelles Coaching kann auf Rat eines Lehrers, Wunsch eines Schülers oder auf Wunsch der Eltern stattfinden. Dieser Wunsch ist dann entweder an den Klassleiter oder Fachlehrer zu richten. Dieses Coaching findet nach Absprache nachmittags in der Schule statt; der Termin wird in Absprache mit den Eltern festgesetzt.

Die Betreuerinnen der Lerncoaches sind Frau Dr. Huller und Frau Riederer.

Das ConnecTeam - Die Streitschlichter des KHG

Wer kennt das nicht: Hin und wieder gibt es Streit mit den Mitschülern, ja sogar richtig Zoff und es fliegen mächtig die Fetzen! Allerdings gibt es auch Konflikte, die eher versteckt ausgetragen werden: da verschwindet ein Federmäppchen, der Schulranzen ist des öfteren nicht mehr auffindbar oder man erfährt von den anderen Schülern nicht mehr alles, worüber man früher noch ausführlich geplaudert hat.

Für solche Fälle, also Streitigkeiten zwischen Schülern, ist das ConnecTeam da. Wir versuchen, in Konflikten zu vermitteln und den beteiligten Personen zu helfen, eine Lösung zu finden. Falls du einmal mit deinen Mitschülern größere und länger andauernde Streitereien hast, kannst du jederzeit zu uns kommen! Du findest viele Informationen zu uns im Schaukasten vor den Biologieräumen: Bilder von uns, unsere Email-Adresse (connec.team@web.de), an die du schreiben kannst, und einen Briefkasten, in den du Mitteilungen einwerfen kannst.

Für Konflikte mit Lehrern ist das ConnecTeam allerdings nicht zuständig. Solltet ihr also ein Problem mit einer/m Lehrer/in haben, das ihr nicht allein lösen könnt, sprecht am besten zuerst mit eurem Klassenlehrer. Sollte euch dieser nicht weiterhelfen können, könnt ihr euch jederzeit auch an die Verbindungslehrer wenden (Hr. Rönsch, Hr. Riedel).


Andreas Riedel
Jugendsozialarbeit am Kurt-Huber-Gymnasium Gräfelfing


Seit Beginn des Schuljahres 2008/2009 wurden zwei Stellen der Jugendsozialarbeit am Kurt-Huber-Gymnasium geschaffen. Die beiden Sozialpädagogen des Kreis-Jugendrings München-Land, Gesche Fehn und Helmut Maier arbeiten eng mit dem Lehrerkollegium und dem Elternbeirat zusammen und bieten Beratung und Unterstützung für alle Mitglieder der Schulfamilie.

Zu den Kernaufgaben des jungen Teams gehören:

Soziale Gruppenarbeit:
Themenspezifische Einheiten mit lebensweltlichen Themen (z.B. Klassenklima, Gewaltprävention, Klassenverträge, sozialpäd. Sportstunden), Streitschlichtung, Unterrichtshospitationen

Spiel- und Freizeitpädagogische Angebote:
Bereichung des Schulangebotes mit freizeitpädagogischen Angeboten, Aktionen und Projekten

Beratung und Unterstützung:
Intensive Einzelberatung nach individueller Bedarfsorientierung, Weitervermittlung an Institutionen der Jugendhilfe

Netzwerkarbeit:
Unterstützung und Vernetzung mit schulinternen Arbeitsgruppen (Beratungsteam KHG, AK Tutoren, AK LernCoaches, AK Connec-Team, SMV) und Kooperation mit schulexternen Institutionen (Jugendbeamter, Jugendhaus an der Würm, Volksschule Lochham, KJR München-Land, Gemeinde)
 

Bürozeiten und weitere Kontaktmöglichkeiten:

Gesche Fehn: Montag – Donnerstag 9.20 – 14.00 Uhr
Helmut Maier: Dienstag – Freitag 9.20 – 14.00 Uhr

Adalbert-Stifter-Platz 2
82166 Gräfelfing
Raum: U 43

Tel.: 089 898034-444
Fax.: 089 898034-79
E-Mail: jsagymgraef@gmail.com

 

 

Fünf Jahre Modus 21 –
ein erfolgreiches Projekt mit Breitenwirkung


Nach fünf Jahren ist mit dem Schuljahr 2006/2007 das Schulentwicklungsprojekt Modus 21, an dem das Kurt-Huber-Gymnasium sehr erfolgreich teilgenommen hat, zu Ende gegangen. Ziel dieses Projektes war es, Schulentwicklung von der Basis her zu betreiben, indem man den ausgewählten Schulen Freiheiten und finanzielle Mittel gab, um ihnen die Möglichkeit zu eröffnen, innovative Projekte durchzuführen, die bisher so nicht möglich waren.

Hans Schlicht
Ingrid Panowsky


Zum Modus21-Bericht

Neue Unterrichtsformen - Ein Projekt des Kurt-Huber-Gymnasiums Gräfelfing


Als das Projekt "Neue Unterrichtsformen" den Mitgliedern des Schulforums vorgestellt wurde, kam es zu einem erstaunlichen Dissens. Während die Lehrer- und Elternvertreter dem Projekt vorbehaltlos zustimmten, meldete der erste Schülersprecher Bedenken an. Als Begründung gab er an, dass er mit der herkömmlichen Form des Unterrichts sehr gut gefahren sein. Übersichtlich portionierte Lerneinheiten seien ohne großen Aufwand zu bewältigen gewesen, was sich in guten Noten niedergeschlagen habe. Im übrigen lege er großen Wert darauf, dass seine individuelle Leistung auch als solche erkennt und bewertet würde. Sieht man diese Aussage freilich vor dem Hintergrund einer kürzlich vom Personalchef eines weltweit operierenden High-Tech-Unternehmens, dass nämlich kein einziges, in den letzten Jahren entwickeltes Produkt dieser Firma das Ergebnis einer Individualleistung, sondern ausschließlich in Teams erarbeitet wurde, so zeigt sich das Dilemma, in dem das Gymnasium heute steckt.

Bericht über das Nufo-Projekt am Kurt-Huber-Gymnasium