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Ein Praktikumstag in einer Pferdeklinik Mein Arbeitstag in der Tierklinik begann
um 8 Uhr morgens. Man traf sich im gemeinsamen Aufenthaltsraum,
um eine Tasse Kaffee zu trinken oder noch etwas zu besprechen.
Etwa um kurz nach 8 Uhr ging ich zusammen mit meinen Kollegen
hinunter in die Pferdeabteilung, wo ich eine Woche lang
mein Praktikum machte.
Jeden Morgen war es meine Aufgabe, bei allen stationären Pferden, die in einem Stall neben der Klinik untergebracht waren, Fieber zu messen und die Temperaturen später in die Krankenliste des jeweiligen Pferdes einzutragen. Danach führte ich verschiedene Pferde in den Behandlungsraum und half den Ärzten, Verbände zu wechseln, Gelenke zu anästhesieren, Endoskopien durchzuführen oder auch einen Patienten für die OP vorzubereiten. Die meisten OP`s wurden am späten Vormittag so um 11 Uhr durchgeführt. Zusammen mit einer Arzthelferin legte ich das Pferd ab und bereitete den Operationssaal vor. Während den OP`s hatte ich quasi "Pause", das heißt ich musste nichts helfen, sondern konnte mich in Ruhe der OP widmen. Das war ziemlich interessant, denn ich hatte noch nie gesehen, wie einem Pferd ein Zahn gezogen, eine Gelenkfraktur operiert oder eine Niere entfernt wird. Manchmal standen wir bis zu 3 Stunden im OP. Als dann die Operation zuende war, wurde das Pferd mit einer Seilwinde in den Aufwachraum transportiert. Es wurden ihm Kopf- und Beinschutz angelegt und zwei Seile durch Halfter und Schweif, damit man dem Pferd beim Aufstehen helfen konnte. Wenn die Pferde dann wieder zufrieden in ihren Boxen standen, konnten auch wir in die Mittagspause gehen. Man traf sich wieder im Aufenthaltsraum, um gemeinsam zu essen und um miteinander zu reden. Nach der Pause etwa 14.30 Uhr packten die "Pferdeleute" ihre Sachen für die Fahrpraxis zusammen. Fahrpraxis heißt, dass die Patienten nicht zu uns in die Klinik kommen, sondern wir zu ihnen auf die verschiedenen Höfe. Ich durfte immer mit verschiedenen Ärzten mitfahren, und sie zeigten mir, wie man eine Spritze gibt oder Zähne raspelt. So zwischen 16 und 17 Uhr durfte ich dann meinen Dienst beenden. Ich fand mein Praktikum war super und hat mir einen guten Einblick in das Leben eines Tierarztes gegeben. In den Sommerferien werde ich wieder für 2 Wochen als Praktikantin die Klinik besuchen, und ich hoffe es wird wieder so schön wie das erste Mal. Steffi Borst 9b (2000/2001)
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Beginn der Praktikumsberichte
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