Bericht von Johannes N.

Physik - Exkursion am Do, 18.01.2007, Klasse 8a

Am 18.01.07 traf sich die Klasse 8a um 8:00 Uhr am Lochhamer Bahnhof. Mit der S6 Richtung Kreuzstraße fuhren wir um 8:12 Uhr los und stiegen am Marienplatz aus. Von da ging es mit der U- Bahn zum Odeonsplatz, und von dort zu Fuß, angeführt von unserer Klassenlehrerin Frau Fischer, zum Siemens- Forum.

Recht bald wurden wir von Herrn Gawantka, dem Besucherführer, freundlich empfangen und in zwei Gruppen geteilt: Die einen Hälfte der Klasse ging mit Herrn Gawantka, die andere Hälfte mit seiner Mitarbeiterin.

In einer kurzen Führung zeigte man uns einen Zeigertelegraphen aus dem späten 19. Jahrhundert: Ein Gerät, aufgebaut wie zwei Uhren, nur mit dem Alphabet anstelle der Ziffern und einem Zeiger. Diese beiden Anzeigen konnten mit einem sehr dünnen Draht bis über eine Strecke von 50 Kilometer (!) verbunden werden. Sobald beide Anzeigen angeschaltet worden waren, konnte der Absender einer Nachricht den Stromkreis durch Druck auf eine beliebige Buchstaben- Taste unterbrechen. Das unterbrach auch den Stromkreis der Anzeige des Empfängers, sodass der Anzeiger auf dem vom Absender gedrückten Buchstaben beim Empfänger auf dem gleichen Buchstaben stehen blieb. So konnten damals Nachrichten innerhalb einer Stunde, damals unfassbar schnell, übermittelt werden.

Auch sahen wir Bilder eines führerlosen, computergesteuerten Containertransports auf Schienen, der sich mit Kameras und Radar den richtigen Weg suchend, bei Hindernissen auf der Strecke sofort stehen blieb. Diese mussten dann von Arbeitern entfernt werden, bevor die Fahrt weiterging.

Nach einer kleinen Pause mit belegten Broten, Schokoriegeln und Getränken füllten wir einen Fragebogen über Werner von Siemens, den Firmengründer und seine Erfindungen aus, bspw., dass er erst 30 Jahre alt war, als er die Firma Siemens und Halske 1847 gründete, und dass das erste tragbare Telefon umgerechnet 3000 € (!) kostete.Anschließend bastelte jeder Schüler ein tragbares Radio.

Material:

  1. eine Plastikrolle (ca. 5 cm lang mit einem Durchmesser von ca. 1,5 cm),
  2. isolierter Draht (ca. 4,70 m lang),
  3. Tesafilmstreifen (ca. 4-5 cm lang),
  4. eine Lüsterklemme mit drei Ausgängen an jeder Seite,
  5. ein Kondensator,
  6. eine Diode
  7. isolierter Draht; 1,5 m lang, von dem ca. 1 cm an beiden Enden abisoliert werden und ein ca. 8 m langes Stück, von dem nur an einem Ende 1 cm abisoliert wird,
  8. ein Kopfhörer, an dem der Stecker abgeschnitten wird und das Ende um 1 cm abisoliert wird,
  9. eine Krokodilsklemme aus Metall und einen Metallkern

Aufbau:

  1. den 4,70 m langen Draht um die Plastikrolle wickeln, mit Tesafilm festkleben, damit er nicht verrutscht (nach unten und oben 1 cm Platz lassen, sodass der Draht dicht beieinander liegt, aber so, dass an beiden Enden des Drahtes 15 cm überstehen!!!)
  2. diese 15 cm überstehenden Enden des Drahtes mit den Enden des Kondensators verbinden und in Loch 1 und Loch 3 der Lüsterklemme stecken und die Schrauben zudrehen
  3. das 1,5 m lange Kabel mit einem der Drähte vom Kopfhörerkabel verbinden und in Loch 1 der Lüsterklemme auf der anderen Seite stecken und Schraube zudrehen
  4. den anderen Draht mit dem einen Draht der Diode verbinden und in Loch 2 der gleichen Seite wie bei Schritt 3.) stecken und Schraube zudrehen
  5. das andere Ende der Diode mit dem 8 m langen Antennenkabel verbinden und in Loch 3 der verbinden, in Loch 3 der gleichen wie bei Schritt 3.) und 4.) stecken und zudrehen
  6. das 1,5 m lange Erdungskabel mit der Krokodilsklemme verbinden und an eine nicht lackierte Heizung bzw. ein nicht lackiertes Heizungsteil oder an eine Wasserleitung anschließen
  7. Metallkern in die Plastikrolle schieben, Antennenkabel (8 m) aus dem Fenster werfen oder dicht am Fenster auslegen, Empfang suchen, Kopfhörer `rein und „Ton ab!“

Dies war wieder ein toller Exkursionstag der 8a, und da der Nachmittagsunterricht wegen Sturm ausfiel, blieb dies Erlebnis überlagerungsfrei im Gedächtnis.

Schritt 2
Schritt 3
Schritt 5