KURT-HUBER-GYMNASIUM

gegründet 1936

Geschichte / Sozialkunde

 

Juniorwahl am Kurt-Huber-Gymnasium

Am 21.09.2017 hatten die Schüler der 9. bis 12. Jahrgangsstufe die Möglichkeit, die Bundestagswahl zu simulieren. Der Andrang am Wahllokal war riesig. Vielen Dank an dieser Stelle an die Wahlhelfer, die unermüdlich das Wählerverzeichnis aktualisierten, die Stimmzettel ausgaben und nach Schließung des Wahllokals auszählten. Am Ende haben knapp 51% der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, was zu folgenden Ergebnissen führte:


SchülerArbeiten zur Zeitgeschichte

Die Schriftenreihe "SchülerArbeiten zur Zeitgeschichte" wird in Zusammenarbeit von Kurt-Huber-Gymnasium Gräfelfing und der Weiße Rose Stiftung e.V. München mit Unterstützung der Bayerischen Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit herausgegeben. Sie soll die Möglichkeit schaffen, bemerkenswerte Arbeiten von Schülern einem größeren Publikum vorzustellen. Gemäß der Verpflichtung, die das Kurt-Huber-Gymnasium mit der Wahl seines Namenspatrons übernommen hat und die den Zielen der Weiße Rose Stiftung entspricht, finden gerade solche Arbeiten Eingang in die Schriftenreihe, die sich mit der Zeit des Nationalsozialismus, dem Thema Widerstand oder der Weißen Rose befassen.

Darüber hinaus sollen Arbeiten publiziert werden, die sich grundsätzlich mit gesellschaftlichen Fragen beschäftigen und einen Beitrag zur Erforschung bürgerschaftlichen Engagements und politischer Partizipation leisten.

 

SchuelerArbeiten_Band_1.pdf

SchuelerArbeiten_Band_1-Interviews

Die Arbeit "Alltag im Nationalsozialismus zwischen Anpassung und Nonkonformität" wurde von Verena Seeher für das W-Seminars "Widerstand gegen den Nationalsozialismus in München" (2009/2011) unter Leitung von Herrn Dr. Toni Liebl verfasst und leistet mit verschiedenen Interviews von Zeitzeugen aus Gräfelfing einen Beitrag zur Mentalitätsgeschichte des so genannten Dritten Reiches.

 

SchuelerArbeiten_Band_2_Teil_1.pdf

SchuelerArbeiten_Band_2_Teil_2.pdf

Kurt Lehmann, alias Konrad Merz, zählt zu den "verbrannten Dichtern", die Deutschland im Nationalsozialismus verlassen mussten. Das P-Seminar "Exilliteratur" (2010/12) unter der Leitung von Frau Dr. Marianne Ott-Meimberg hat diesen Autor in einer Ausstellung im Dezember 2011 vorgestellt. Der Band präsentiert Leben und Werk des vergessenen Schriftstellers in ausgewählten Dokumenten aus dem Literaturarchiv Marbach.

 

SchuelerArbeiten_Band_3.pdf

Anlässlich des 70. Todestages von Kurt Huber wurde in einem Schreibwettbewerb Schülern die Frage gestellt, inwiefern Kurt Huber uns heute noch ein Vorbild sein kann und auf welche Weise man an ihn erinnern sollte. Eine Auswahl der vielseitig reflektierenden Antworten wird in diesem Band präsentiert. Im zweiten Teil des Heftes findet sich ein Gespräch mit Professor Wolfgang Huber über seinen Vater.

 

SchuelerArbeiten_Band_4.pdf

Die Arbeit "Bewegte Jugend in Deutschland nach 1945 zwischen Krawall, Protest und Widerspruch" präsentiert eine Auswahl bemerkenswerter Kleinstudien aus dem W-Seminars "'Macht kaputt, was euch kaputt macht!' Jugendprotest in Deutschland vom Sturm und Drang bis Attac" (2013/2015). Die Auroren/innen gehen den Ursachen und Wirkungen von Protestaktionen Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR nach.


Gedenken an Kurt Huber mit einem Kurzfilm

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen,

heute, vor genau 65 Jahren, gegen Mittag des 27. Januar 1945 erreichte die Rote Armee das Vernichtungslager Auschwitz. Dort fand man noch 7.000 zurückgelassene, meist schwer kranke Gefangene. Die restlichen 67.000 Gefangenen befanden sich bereits unter strengster Bewachung der SS auf den sogenannten "Todesmärschen" in andere Konzentrationslager.

Allein in Auschwitz wurden über 1.1 Millionen Menschen, zumeist jüdischer Herkunft, umgebracht. Niemand hat zur Zeit des Nationalsozialismus deutlicher auf die Ermordung der jüdischen Bevölkerung hingewiesen als die Mitglieder der "Weißen Rose". In ihren zweiten Flugblatt schrieben die jungen Studenten um Hans und Sophie Scholl ganz ausdrücklich im Juni 1942, "daß seit der Eroberung Polens dreihunderttausend Juden in diesem Land auf bestialischste Art ermordet worden sind. Hier sehen wir das fürchterlichste Verbrechen an der Würde des Menschen, ein Verbrechen, dem sich kein ähnliches in der ganzen Menschengeschichte an die Seite stellen kann."

Für ihren Mut, ihre Zivilcourage, ihren Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit sollten die Mitglieder der "Weißen Rose" schließlich selbst Opfer des Nationalsozialismus werden. Unter ihnen war auch der Namensgeber unserer Schule, Professor Kurt Huber, der sich der Widerstandsgruppe im Dezember 1942 angeschlossen hatte und am 13. Juli 1943 hingerichtet wurde.

Der heutige Tag, der 27. Januar, ist als Befreiungstag von Auschwitz inzwischen zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus geworden.

Einige Schülerinnen und Schüler der Klasse 9c und 5b haben sich daher zur Aufgabe gemacht, in einem Kurzfilm an Kurt Huber und die Weiße Rose zu erinnern.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen beteiligten Schülerinnen und Schülern für ihr Engagement und Herrn Scherbl für die technische Unterstützung.

http://www.weisse-rose-stiftung.de/netzwerk/public_html/article.php?story=20101007123141123

Dr. Gregor Pelger


Aktivitäten zur Politik und Zeitgeschichte

Gemäß der Verpflichtung, die das Kurt-Huber-Gymnasium mit der Wahl seines Namenspatrons übernommen hat, nimmt die politische Bildung besondere Stellung im Schulalltag ein.

So wird in den verschiedenen Jahrgangsstufen die Zeit des Nationalsozialismus, das Wirken der Weißen Rose und die Biographie Kurt Hubers immer wieder in altersgemäßer Weise thematisiert.

Des Weiteren findet eine bewusste Auseinandersetzung mit den Werten unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung statt. Dabei wird darauf geachtet, dass diese Themen schülermotivierend aufgegriffen und durch eine vielseitige Auswahl an Möglichkeiten der Auseinandersetzung angeboten werden.

Neben einer intensiven didaktischen Vorbereitung der Lehrer/innen findet hierfür eine enge Zusammenarbeit mit externen Partnern statt:

- Mitgestaltung des jährlichen Gedenkzuges an den "Todesmarsch von Dachau" durch Schüler/innen des KHG in Zusammenarbeit mit dem Verein "Gedenken Würmtal e.V." (http://gz-tm-dachau.de/)

- Mitgliedschaft in der "Weiße Rose Stiftung e.V." und im "Netzwerk Weiße Rose" (http://www.weisse-rose-stiftung.de/) (http://www.weisse-rose-stiftung.de/netzwerk/public_html/)

- Besuche der "DenkStätte der Weißen Rose" in der LMU und Veranstaltungen der "Weiße Rose Stiftung e.V." (z.B. Verleihung des Geschwister Scholl Preises)

- Schriftenreihe "SchülerArbeiten zur Zeitgeschichte" für ausgezeichnete Seminararbeiten von Schülern/innen des KHG in Zusammenarbeit mit der "Weiße Rose Stiftung e.V." (1. Band 2011 "Alltag im Nationalsozialismus zwischen Anpassung und Nonkonformität" von Verena Seeher)

- Zusammenarbeit mit dem "Gemeindearchiv Gräfelfing" (Frau Dr. Tschochner) für Seminararbeiten und Schulprojekte zur lokalen Zeitgeschichte

- Einladung von Zeitzeugen zum Schülergespräch

- Wahlkurs "Politik und Zeitgeschichte" mit Diskussionen zum aktuellen politischen Geschehen, Schüleraktionen zur politischen Bildung, Exkursionen zu "Orten der Politik"

- Oberstufenfahrt nach Polen: Besuch der Stiftung "Kreisau für Europäische Verständigung" (http://www.krzyzowa.org.pl/), der Stadt Krakau und der Gedenkstätte Auschwitz