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Das neue KHG-Reparaturcafé

Eine defekte Bremse am Fahrrad? Ein Loch in der Lieblingshose? Das Display des teuren Smartphones - zersprungen. Und dann ist auch noch der Verschluss für die neue Trinkflasche verloren gegangen und es gibt kein Ersatzteil. Gefühlt ständig gehen Dinge die wir im Alltag benötigen kaputt. Das nervt! Aus diesem Grund landen sie normalerweise einfach im Müll, oder sie verstauben in der Ecke.

Die Lösung für das Problem liegt eigentlich auf der Hand: REPARIEREN!

Reparieren ist jedoch kompliziert, anstrengend, zeitaufwendig und… macht nebenbei auch noch wahnsinnig viel Spaß :-)

Daher haben wir unser neues Reparaturcafé ins Leben gerufen. Wir beraten und begleiten Reparaturvorgänge jeglicher Art und stellen das nötige Werkzeug zur Verfügung. Bei und wird geklebt, geschraubt, ausgewechselt, genäht, in 3D gedruckt, improvisiert und und und…

Ganz unter dem Motto “nicht wegwerfen, sondern wiederbeleben!” soll ein Ort des Austausches entstehen, an dem man viel lernen kann und außerdem noch etwas Gutes für die Umwelt tut.

Repariert wird an den Freitagen im Juli von 13 bis 15 Uhr (Jgst. 5 – 7) und 13.45 bis 15.00 Uhr (Jgst. 8 – 10). Damit das Ganze coronakonform abläuft, müssen sich die Schüler mit einem Reparaturwunsch bei Frau Filic melden und bekommen dann ein Zeitfenster zugewiesen, innerhalb dessen sie gemeinsam mit bzw. angeleitet von Herrn Knies im Werkraum versuchen, ihre kaputten Gegenstände zu heilen. 

Für Kaffee, Tee und Kuchen ist gesorgt.

Herzliche Grüße von der Fachschaft Kunst und der AG Nachhaltigkeit


Autofreie Woche von 3. - 7.6.2019

In der Woche vor den Pfingstferien hat die von der SMV initiierte autofreie Woche stattgefunden. Alle Klassen und übrigens auch Lehrer waren aufgerufen, in dieser Woche auf das Auto zu verzichten und entweder mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder, besser noch, mit dem Fahrrad oder zu Fuß in die Schule zu kommen. Die SMV wollte damit ein Zeichen setzen und den Mitschülern konkret vor Augen führen, dass jeder Einzelne einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.

Zur Vorbereitung haben alle Schüler mit einer Ziffer angegeben, wie sie normalerweise von Montag bis Freitag in die Schule kommen (-1 für Auto, 0 für öffentlich, +1 für Fahrrad oder zu Fuß), woraus sich ihre persönliche Ökokennzahl ergab. Dann wurde das Gleiche für jeden Tag der autofreien Woche abgefragt.

Von den 26 Klassen 5-10 haben 19 ihre Ökokennzahl deutlich steigern können. Bei zwei Klassen waren alte und neue Ökokennzahl identisch, sie hatten allerdings beide bereits eine sehr hohe Ausgangszahl, nämlich 4,16 bzw. 4,58. Da lässt sich nicht mehr viel optimieren.
Im nächsten Schuljahr soll eine autofreie Woche wiederholt werden, aber dann zu einer Jahreszeit, in der es schon deutlich schwerer fällt, nicht mit dem Auto zu fahren oder sich fahren zu lassen. Schauen wir mal, wie das ausgeht.


„Arbeit weltweit“ in der 9. Klasse

Die evangelischen Schülerinnen und Schüler der Klasse 9bd des Kurt-Huber-Gymnasiums setzten sich in Religion ausführlich mit dem Thema „Arbeit weltweit“ auseinander (Dezember 2018 bis Februar 2019). Neben der Beschäftigung mit fairem Handel (v.a. am Beispiel der Herstellung von nicht-fairer und fairer Schokolade) wurden durch verschiedene Planspiele zu Globalem Lernen komplexe Zusammenhänge im Klassenzimmer erfahrbar. So erlebten die Schülerinnen und Schüler eines dieser Planspiele, das sog. „Weltwirtschaftsspiel“:

Wie sollten wir uns in einer komplexen Welt verhalten? Multilateral oder unilateral?

Zunächst teilten wir uns in Gruppen mit jeweils ca. 4 Personen auf. Danach bekam jedes Team einen Umschlag, in dem bestimmte Materialien enthalten waren wie Schere, Papier, Lineal, Geodreieck, Zirkel und Bleistift. Jedoch bekamen nicht alle Teams die selben Materialien. Außer bei einer Gruppe fehlte überall etwas Entscheidendes. Es war unseren „Diplomaten“ jedoch erlaubt zwischen den Gruppen Materialien zu tauschen. Mit Hilfe dieser Materialien sollten wir nun bestimmte Formen herstellen, wie zum Beispiel Dreiecke, Rechtecke und Kreise. Diese wurden daraufhin von einem unabhängigen „Manager des Weltmarktes“ begutachtet. Wenn sie von guter Qualität waren, konnte man die Formen gegen Spielgeld eintauschen. Das Ziel des Spiels war es, so viel Geld wie möglich innerhalb einer bestimmten Zeit als Team zu „erwirtschaften“.

Mit der Zeit erkannten wir, dass eine Gruppe alle notwendigen Materialien zum Herstellen der Formen von Anfang an hatte, während die anderen Teams die Materialien untereinander tauschen und verleihen mussten. Deswegen schlossen sich ein paar Gruppen zusammen, um gemeinsam mehr Figuren herzustellen als alleine. Jedoch auch mit dieser Strategie schafften wir es nicht die andere Gruppe einzuholen. Somit wurde uns klar, dass die Materialen zu Beginn unfair verteilt worden waren.

Wir realisierten, dass dieses Spiel Bezug zur Realität hat: Die Gruppen glichen Ländern, das Papier den Rohstoffen, die in einem Land vorhanden sind; Stifte, Zirkel, Lineale, Geodreiecke und Scheren symbolisierten die Produktionstechnologien und der Ort, an dem wir die Formen „verkauften“, stellte den Weltmarkt dar.

Auch in der Realität sind Rohstoffe und Produktionstechnologien nicht gleichmäßig verteilt. Ein paar Länder haben mehr Rohstoffe als die anderen, was diesen aber wenig nutzt, weil sie keine guten Produktionstechnologien haben. Deshalb schaffen sie es trotz guter Rohstoffe nicht, Produkte, die sich gut und teuer verkaufen lassen, herzustellen. Sie versuchen – genau wie in unserem Spiel – durch Verträge und Verhandeln dennoch ein Einkommen zu erwirtschaften. Wie ist es nun in unserer Welt: Ist es besser als Land alleine mit guten Produktionstechnologien (unilateral) zu arbeiten oder sich zusammenzuschließen und gemeinsam (multilateral) weiter zu machen? Sind wir bereit zusammenzuarbeiten, um unfaire Verteilungen auszugleichen und allen ein gutes Einkommen zu ermöglichen?

Liv Meiners

Projekte zu “Arbeit weltweit” in Gruppen

Im Anschluss an die gemeinsame Auseinandersetzung mit „Arbeit weltweit“ teilte sich die Klasse zu einem Projekt in Gruppen auf. Jede Gruppe entschied, mit welchem Aspekt dieses Themas sie sich noch genauer auseinandersetzen wollte und wie sie diesen der ganzen Schule zugänglich machen konnte. Drei Gruppen entschieden sich, Plakate zum Aufhängen in der Pausenhalle zu machen, drei weitere für Power-Point-Präsentationen, die eine Woche lang während der Pausen gezeigt wurden. Hier berichten die Gruppen von ihren Projekten:

Projekt: Fairtrade Kaffee

Wir haben uns das Thema Fairtrade Kaffee herausgesucht, weil wir gerne Kaffee trinken und uns schon länger gefragt haben, warum es bei Kaffee so eine große Preisspanne gibt. Außerdem unterstützen wir Fairtrade Kaffee und möchten andere über die Vorteile dieses Kaffees aufklären.

Leo, Chris und Felix

Projekt: faire Kleidung

Für unser Projekt haben wir uns das Thema faire Kleidung ausgewählt und dazu ein Plakat und ein beschriftetes T-Shirt gestaltet. Unser Ziel war es, auf die unmenschlichen Arbeitsbedingungen und Hungerlöhne der Angestellten vieler Klamottenhersteller aufmerksam machen. Durch das Aufweisen der Vorteile von fairer Kleidung und auch einiger Läden, in denen es diese zu kaufen gibt, wollten wir dazu anregen, sich damit auseinanderzusetzen, ob man es mit seinem Gewissen vereinbaren kann, zwar billige, aber von unterbezahlten, oft minderjährigen Arbeitern hergestellte Kleidung zu kaufen. Oder ob man sich doch lieber jenen Marken zuwendet, die Kleidung verkaufen, die MIT Fair Trade Siegel ausgezeichnet ist. Uns war es wichtig den Menschen zu zeigen, dass man beim Shoppen auch auf die Herstellung der Produkte achten soll.

Emilia

 

Projekt: Vergleich zwischen einem Kind in Deutschland und einem, das auf einer Kakaoplantage arbeiten muss

Mit unserem Plakat wollten wir den Lesern näher bringen, was es wirklich bedeutet, unter Kinderarbeit leiden zu müssen. Durch die verschiedenen Kategorien wollten wir den Unterschied noch einmal unterstreichen. Da es schwer sein kann, sich ein anderes Leben vorzustellen, haben wir die größten Unterschiede aufgelistet. Außerdem wollten wir zeigen, was für einen Unterschied es zwischen uns und Kindern, die hart arbeiten müssen, gibt, und dass der Kauf von „Fair-Trade“ Produkten diesen Kindern zumindest zu einem besseren Leben verhelfen könnte.

Elsabea

 

Projekt: Vergleich der fairen Labels

Uns ist beim Thema Fairer Handel wichtig, dass faire Marken unterstützt werden, da sie oft nicht genug Aufmerksamkeit bekommen. Wir möchten Produkte wie z.B. Kaffee, Schokolade ... ohne schlechtes Gewissen genießen, weil wir wissen, dass die Marke die Arbeiter fair bezahlt, es keine Kinderarbeit gibt und der Anbau ökologisch ist. Deshalb haben wir in unserer Gruppe einige der verschiedenen Fair-Trade-Labels verglichen, um aufzuzeigen, dass „fair“ nicht immer „fair“ ist. Wir haben eine Power Point Präsentation erstellt, um die einzelnen Labels darzustellen. Am Ende der PPP haben wir unser Fazit mithilfe eines Tachos gezeigt.

Mit unserer Präsentation wollten wir unsere Mitschüler und Mitschülerinnen informieren und ihnen bei der nächsten Kaufentscheidung helfen. Außerdem finden wir es super, dass wir jetzt wissen, welche Labels wir persönlich unterstützen möchten.

Alicia und Konstantin

Projekt: Vergleich zwischen einem durchschnittlichen Arbeiter in Deutschland und einem auf einer Kakaoplantage

Wir wollten die Unterschiede zwischen einem Kakaobauern und einem durchschnittlichen deutschen Arbeiter in verschiedenen Kategorien (Lohn, Arbeitsstunden, Urlaubstage, Unfälle am Arbeitsplatz) bildlich darstellen. Deshalb haben wir möglichst große Plakate gestaltet, die einem sofort ins Auge fallen und auf die unterschiedlichen Situationen aufmerksam machen.

Durch unser Projekt ist mir bewusst geworden, wie groß die Unterschiede bei den Lebens- und Arbeitsbedingungen zwischen einem Arbeiter in Deutschland und in einem sog. Entwicklungsland sind. Ich werde in Zukunft sicher mehr Wert auf den Fairen Handel legen als bisher.

Selina