×

Webseite durchsuchen

Nachhaltigkeit

Autofreie Woche von 3. - 7.6.2019

In der Woche vor den Pfingstferien hat die von der SMV initiierte autofreie Woche stattgefunden. Alle Klassen und übrigens auch Lehrer waren aufgerufen, in dieser Woche auf das Auto zu verzichten und entweder mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder, besser noch, mit dem Fahrrad oder zu Fuß in die Schule zu kommen. Die SMV wollte damit ein Zeichen setzen und den Mitschülern konkret vor Augen führen, dass jeder Einzelne einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.

Zur Vorbereitung haben alle Schüler mit einer Ziffer angegeben, wie sie normalerweise von Montag bis Freitag in die Schule kommen (-1 für Auto, 0 für öffentlich, +1 für Fahrrad oder zu Fuß), woraus sich ihre persönliche Ökokennzahl ergab. Dann wurde das Gleiche für jeden Tag der autofreien Woche abgefragt.

Von den 26 Klassen 5-10 haben 19 ihre Ökokennzahl deutlich steigern können. Bei zwei Klassen waren alte und neue Ökokennzahl identisch, sie hatten allerdings beide bereits eine sehr hohe Ausgangszahl, nämlich 4,16 bzw. 4,58. Da lässt sich nicht mehr viel optimieren.
Im nächsten Schuljahr soll eine autofreie Woche wiederholt werden, aber dann zu einer Jahreszeit, in der es schon deutlich schwerer fällt, nicht mit dem Auto zu fahren oder sich fahren zu lassen. Schauen wir mal, wie das ausgeht.

„Arbeit weltweit“ in der 9. Klasse

Die evangelischen Schülerinnen und Schüler der Klasse 9bd des Kurt-Huber-Gymnasiums setzten sich in Religion ausführlich mit dem Thema „Arbeit weltweit“ auseinander (Dezember 2018 bis Februar 2019). Neben der Beschäftigung mit fairem Handel (v.a. am Beispiel der Herstellung von nicht-fairer und fairer Schokolade) wurden durch verschiedene Planspiele zu Globalem Lernen komplexe Zusammenhänge im Klassenzimmer erfahrbar. So erlebten die Schülerinnen und Schüler eines dieser Planspiele, das sog. „Weltwirtschaftsspiel“:

Wie sollten wir uns in einer komplexen Welt verhalten? Multilateral oder unilateral?

Zunächst teilten wir uns in Gruppen mit jeweils ca. 4 Personen auf. Danach bekam jedes Team einen Umschlag, in dem bestimmte Materialien enthalten waren wie Schere, Papier, Lineal, Geodreieck, Zirkel und Bleistift. Jedoch bekamen nicht alle Teams die selben Materialien. Außer bei einer Gruppe fehlte überall etwas Entscheidendes. Es war unseren „Diplomaten“ jedoch erlaubt zwischen den Gruppen Materialien zu tauschen. Mit Hilfe dieser Materialien sollten wir nun bestimmte Formen herstellen, wie zum Beispiel Dreiecke, Rechtecke und Kreise. Diese wurden daraufhin von einem unabhängigen „Manager des Weltmarktes“ begutachtet. Wenn sie von guter Qualität waren, konnte man die Formen gegen Spielgeld eintauschen. Das Ziel des Spiels war es, so viel Geld wie möglich innerhalb einer bestimmten Zeit als Team zu „erwirtschaften“.

Mit der Zeit erkannten wir, dass eine Gruppe alle notwendigen Materialien zum Herstellen der Formen von Anfang an hatte, während die anderen Teams die Materialien untereinander tauschen und verleihen mussten. Deswegen schlossen sich ein paar Gruppen zusammen, um gemeinsam mehr Figuren herzustellen als alleine. Jedoch auch mit dieser Strategie schafften wir es nicht die andere Gruppe einzuholen. Somit wurde uns klar, dass die Materialen zu Beginn unfair verteilt worden waren.

Wir realisierten, dass dieses Spiel Bezug zur Realität hat: Die Gruppen glichen Ländern, das Papier den Rohstoffen, die in einem Land vorhanden sind; Stifte, Zirkel, Lineale, Geodreiecke und Scheren symbolisierten die Produktionstechnologien und der Ort, an dem wir die Formen „verkauften“, stellte den Weltmarkt dar.

Auch in der Realität sind Rohstoffe und Produktionstechnologien nicht gleichmäßig verteilt. Ein paar Länder haben mehr Rohstoffe als die anderen, was diesen aber wenig nutzt, weil sie keine guten Produktionstechnologien haben. Deshalb schaffen sie es trotz guter Rohstoffe nicht, Produkte, die sich gut und teuer verkaufen lassen, herzustellen. Sie versuchen – genau wie in unserem Spiel – durch Verträge und Verhandeln dennoch ein Einkommen zu erwirtschaften. Wie ist es nun in unserer Welt: Ist es besser als Land alleine mit guten Produktionstechnologien (unilateral) zu arbeiten oder sich zusammenzuschließen und gemeinsam (multilateral) weiter zu machen? Sind wir bereit zusammenzuarbeiten, um unfaire Verteilungen auszugleichen und allen ein gutes Einkommen zu ermöglichen?

Liv Meiners

Projekte zu “Arbeit weltweit” in Gruppen

Im Anschluss an die gemeinsame Auseinandersetzung mit „Arbeit weltweit“ teilte sich die Klasse zu einem Projekt in Gruppen auf. Jede Gruppe entschied, mit welchem Aspekt dieses Themas sie sich noch genauer auseinandersetzen wollte und wie sie diesen der ganzen Schule zugänglich machen konnte. Drei Gruppen entschieden sich, Plakate zum Aufhängen in der Pausenhalle zu machen, drei weitere für Power-Point-Präsentationen, die eine Woche lang während der Pausen gezeigt wurden. Hier berichten die Gruppen von ihren Projekten:

Projekt: Fairtrade Kaffee

Wir haben uns das Thema Fairtrade Kaffee herausgesucht, weil wir gerne Kaffee trinken und uns schon länger gefragt haben, warum es bei Kaffee so eine große Preisspanne gibt. Außerdem unterstützen wir Fairtrade Kaffee und möchten andere über die Vorteile dieses Kaffees aufklären.

Leo, Chris und Felix

Projekt: faire Kleidung

Für unser Projekt haben wir uns das Thema faire Kleidung ausgewählt und dazu ein Plakat und ein beschriftetes T-Shirt gestaltet. Unser Ziel war es, auf die unmenschlichen Arbeitsbedingungen und Hungerlöhne der Angestellten vieler Klamottenhersteller aufmerksam machen. Durch das Aufweisen der Vorteile von fairer Kleidung und auch einiger Läden, in denen es diese zu kaufen gibt, wollten wir dazu anregen, sich damit auseinanderzusetzen, ob man es mit seinem Gewissen vereinbaren kann, zwar billige, aber von unterbezahlten, oft minderjährigen Arbeitern hergestellte Kleidung zu kaufen. Oder ob man sich doch lieber jenen Marken zuwendet, die Kleidung verkaufen, die MIT Fair Trade Siegel ausgezeichnet ist. Uns war es wichtig den Menschen zu zeigen, dass man beim Shoppen auch auf die Herstellung der Produkte achten soll.

Emilia

 

Projekt: Vergleich zwischen einem Kind in Deutschland und einem, das auf einer Kakaoplantage arbeiten muss

Mit unserem Plakat wollten wir den Lesern näher bringen, was es wirklich bedeutet, unter Kinderarbeit leiden zu müssen. Durch die verschiedenen Kategorien wollten wir den Unterschied noch einmal unterstreichen. Da es schwer sein kann, sich ein anderes Leben vorzustellen, haben wir die größten Unterschiede aufgelistet. Außerdem wollten wir zeigen, was für einen Unterschied es zwischen uns und Kindern, die hart arbeiten müssen, gibt, und dass der Kauf von „Fair-Trade“ Produkten diesen Kindern zumindest zu einem besseren Leben verhelfen könnte.

Elsabea

 

Projekt: Vergleich der fairen Labels

Uns ist beim Thema Fairer Handel wichtig, dass faire Marken unterstützt werden, da sie oft nicht genug Aufmerksamkeit bekommen. Wir möchten Produkte wie z.B. Kaffee, Schokolade ... ohne schlechtes Gewissen genießen, weil wir wissen, dass die Marke die Arbeiter fair bezahlt, es keine Kinderarbeit gibt und der Anbau ökologisch ist. Deshalb haben wir in unserer Gruppe einige der verschiedenen Fair-Trade-Labels verglichen, um aufzuzeigen, dass „fair“ nicht immer „fair“ ist. Wir haben eine Power Point Präsentation erstellt, um die einzelnen Labels darzustellen. Am Ende der PPP haben wir unser Fazit mithilfe eines Tachos gezeigt.

Mit unserer Präsentation wollten wir unsere Mitschüler und Mitschülerinnen informieren und ihnen bei der nächsten Kaufentscheidung helfen. Außerdem finden wir es super, dass wir jetzt wissen, welche Labels wir persönlich unterstützen möchten.

Alicia und Konstantin

Projekt: Vergleich zwischen einem durchschnittlichen Arbeiter in Deutschland und einem auf einer Kakaoplantage

Wir wollten die Unterschiede zwischen einem Kakaobauern und einem durchschnittlichen deutschen Arbeiter in verschiedenen Kategorien (Lohn, Arbeitsstunden, Urlaubstage, Unfälle am Arbeitsplatz) bildlich darstellen. Deshalb haben wir möglichst große Plakate gestaltet, die einem sofort ins Auge fallen und auf die unterschiedlichen Situationen aufmerksam machen.

Durch unser Projekt ist mir bewusst geworden, wie groß die Unterschiede bei den Lebens- und Arbeitsbedingungen zwischen einem Arbeiter in Deutschland und in einem sog. Entwicklungsland sind. Ich werde in Zukunft sicher mehr Wert auf den Fairen Handel legen als bisher.

Selina


Ökologo!s

Ökologisch und nachhaltig leben? Na logo! Ein Muss in unseren Augen, auch im Schulleben.
Deswegen gibt es uns: die AG Ökologo!s

Wir setzen uns für Klimaschutz, Aufforstungsprojekte und Nachhaltigkeit am KHG ein. Ganz unserem diesjährigen Schulmotto „Weil uns unsere Zukunft nicht egal ist …“ entsprechend, denn wir wollen verhindern, dass wir uns unsere Zukunft auf diesem Planeten kaputt machen.
Beispielsweise haben wir Anfang dieses Schuljahrs mit Spielen auf dem Straßenfest in Gräfelfing Geld für eine Baumpflanzaktion in Afrika gesammelt. Doch wir sammeln nicht nur Spenden, sondern wollen auch informieren – über die Kehrseite unseres Konsums und Lebens, welche Rolle wir alle in dem großen Ganzen (in der Klimakatastrophe) spielen. So werden wir auch anlässlich des Weltwassertages am 22. März mit Plakaten im Schulhaus auf diesen aufmerksam machen, und vom weltweiten Wasserverbrauch, Gefahren und Nöten, aber auch erschreckenden Fakten (zum Beispiel wie viel Wasser gebraucht wird, um Alltagsgegenstände von uns herzustellen) erzählen.

Wir treffen uns wöchentlich, dienstags in der Mittagspause in Raum 129 mit Frau Ondraczek. Du magst mal vorbeikommen bei einem Treffen von uns? Gerne! Schreib uns doch einfach eine E-Mail (ag.oeko.logos@mykhg.de) oder schau einfach so bei einem Treffen vorbei - keine Sorge, wir beißen niemanden. Höchstens Klimawandelleugner ;-)



Bienenstöcke am KHG

Im April 2016 kam der erste Bienenstock ans KHG. Inzwischen sind es drei Völker geworden. Die Bienenvölker werden von Frau Dr. Stemplinger und den Schülerinnen und Schülern der AG Umweltschutz & Schulgarten betreut.

Im Sommer werden die Bienenstöcke jede Woche kontrolliert. Das Arbeiten mit den Bienen erfordert viel Mut, Interessierte können aber auch nur zuschauen. Das gesamte Bienenvolk, den "Bien", als Superorganismus zu betrachten und das Verhalten der einzelnen Bienen zu beobachten ist sehr faszinierend. Der geerntete, leckere Honig wird jedes Jahr am Sommerfest und am Weihnachtsbasar verkauft.

Neue Helferinnen und Helfer sind in der AG Umweltschutz jederzeit willkommen.


Vogelschutz am KHG

Naturbeobachtung in der Umwelt-AG

Wenn wir draußen sind, dann gibt es immer was zu erleben, denn in der Natur ist dauernd was los. Die Jahreszeiten sind sehr unterschiedlich und vor allem im Frühjahr bieten sich viele Gelegenheiten der Naturbeobachtung: blühende Pflanzen bestimmen, Vögel und Wildbienen beobachten oder andere Lebewesen entdecken.

Ein besonderer Höhepunkt war ein Buntspechtpaar bei der Fütterung seiner noch nicht flüggen Jungen im Mai 2017. Wir haben die Bruthöhle in einer Fichte im Wäldchen des KHG entdeckt und konnten die Eltern bei der unermüdlichen Fütterung ihres Nachwuchses beobachten - natürlich mit dem nötigen Abstand, um sie nicht zu stören. Die Spechtküken haben richtig laut gebettelt und wurden dann reich belohnt - wunderschöne und spannende Augenblicke der Naturbeobachtung.