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Geschichte / Sozialkunde

Aktivitäten zur Politik und Zeitgeschichte

Gemäß der Verpflichtung, die das Kurt-Huber-Gymnasium mit der Wahl seines Namenspatrons übernommen hat, nimmt die politische Bildung besondere Stellung im Schulalltag ein.

So wird in den verschiedenen Jahrgangsstufen die Zeit des Nationalsozialismus, das Wirken der Weißen Rose und die Biographie Kurt Hubers immer wieder in altersgemäßer Weise thematisiert.

Des Weiteren findet eine bewusste Auseinandersetzung mit den Werten unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung statt. Dabei wird darauf geachtet, dass diese Themen schülermotivierend aufgegriffen und durch eine vielseitige Auswahl an Möglichkeiten der Auseinandersetzung angeboten werden.

Neben einer intensiven didaktischen Vorbereitung der Lehrer/innen findet hierfür eine enge Zusammenarbeit mit externen Partnern statt:

- Mitgestaltung des jährlichen Gedenkzuges an den "Todesmarsch von Dachau" durch Schüler/innen des KHG in Zusammenarbeit mit dem Verein "Gedenken Würmtal e.V." (http://gz-tm-dachau.de/)

- Mitgliedschaft in der "Weiße Rose Stiftung e.V." und im "Netzwerk Weiße Rose" (http://www.weisse-rose-stiftung.de/) (http://www.weisse-rose-stiftung.de/netzwerk/public_html/)

- Besuche der "DenkStätte der Weißen Rose" in der LMU und Veranstaltungen der "Weiße Rose Stiftung e.V." (z.B. Verleihung des Geschwister Scholl Preises)

- Schriftenreihe "SchülerArbeiten zur Zeitgeschichte" für ausgezeichnete Seminararbeiten von Schülern/innen des KHG in Zusammenarbeit mit der "Weiße Rose Stiftung e.V." (1. Band 2011 "Alltag im Nationalsozialismus zwischen Anpassung und Nonkonformität" von Verena Seeher)

- Zusammenarbeit mit dem "Gemeindearchiv Gräfelfing" (Frau Dr. Tschochner) für Seminararbeiten und Schulprojekte zur lokalen Zeitgeschichte

- Einladung von Zeitzeugen zum Schülergespräch

- Wahlkurs "Politik und Zeitgeschichte" mit Diskussionen zum aktuellen politischen Geschehen, Schüleraktionen zur politischen Bildung, Exkursionen zu "Orten der Politik"

- Oberstufenfahrt nach Polen: Besuch der Stiftung "Kreisau für Europäische Verständigung" (http://www.krzyzowa.org.pl/), der Stadt Krakau und der Gedenkstätte Auschwitz


Erinnerung(en) an die Weiße Rose - eine Radiosendung

1943 wurden Hans und Sophie Scholl, Alexander Schmorell, Willi Graf, Christoph Probst und Kurt Huber von der Nazi-Justiz ermordet. Über 75 Jahre nach der Hinrichtung der Weiße-Rose-Mitglieder beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler des KHG im Rahmen eines P-Seminars mit der Erinnerung an die Weiße Rose.

Wie hat sich die Erinnerung an die Weiße Rose in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt? Wie wurde und wird damit innerhalb der Familien der Widerstandskämpfer umgegangen? Welches Vermächtnis bleibt von der Weißen Rose und inwiefern wird die Erinnerung an die Weiße Rose auch missbraucht? Auf all diese Fragen suchten die Schülerinnen und Schüler durch die Befragung von Experten, Zeitzeugen, Nachfahren, Politikern und Jugendlichen Antworten.

In Zusammenarbeit mit der Weißen Rose Stiftung und dem Bayerischen Rundfunk hat das P-Seminar während des laufenden Schuljahrs einen Radiobeitrag für Bayern 2 vorbereitet, die am 27. Mai um 21:05 Uhr in der Sendung Theo.Logik ausgestrahlt wurde und nun als Podcast auf br.de zu finden ist.

Um die Dokumentation der Sendung durch den BR nachzulesen, bitte hier klicken.

Leitung: Maximilian Kolmeder

Betreuung durch den BR: Barbara Weiss


Präsentation der Radiosendung in der DenkStätte Weiße Rose

Am 23. Mai fand in der DenkStätte für die Weiße Rose an der LMU München die öffentliche Präsentation des Radiobeitrags statt. Neben der Vorsitzenden der Weiße Rose Stiftung, Frau Hildegard Kronawitter und dem Hörfunkdirektor des Bayerischen Rundfunks, Martin Wagner, nahm auch Wolfgang Huber - Sohn des Namensgebers unserer Schule - an der Veranstaltung teil.

Die vier Schülergruppen, die jeweils einen Teilbeitrag erstellt hatten, berichteten von ihrer Arbeit und den neuen Erfahrungen, die sie in diesem P-Seminar machen durften. Am Beispiel der Weißen Rose könne man, so die Schüler, lernen, wie wichtig es ist, wachsam zu bleiben und die Geschehnisse kritisch zu hinterfragen. Wolfgang Huber betonte, dass für ihn das Erbe des Vaters vor allem in einer gelebten Demokratie bestehe.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Theresa Gruß und Kaspar Schild, beide Q12, die auch ihr selbst komponiertes Lied über die Weiße Rose vortrugen. Das Lied "Their spirit lives on" kann man hier anhören!


Hintergründe zum AfD-Interview

Das P-Seminar 'Produktion einer Radiosendung zum Thema Weiße Rose' erarbeitet in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk eine Sendung von Theo.Logik auf Bayern 2. Thema der Sendung ist die Erinnerung an die Weiße Rose.

Ein Beitrag setzt sich mit dem Missbrauch der Erinnerung an die Weiße Rose durch die AfD auseinander, wie z.B. das Wahlplakat 'Sophie Scholl hätte die AfD gewählt' zeigt. Zu diesem Thema haben die Schülerinnen und Schüler recherchiert und verschiedene Personen interviewt, u.a. Götz Aly, Ursula Kaufmann von der Weiße-Rose-Stiftung, Wolfgang Huber und den Landtagsabgeordneten Florian Ritter von der SPD.

Da es sich um einen konkreten Vorwurf gegenüber der AfD handelt, hat sich das P-Seminar, in Absprache mit dem BR, entschieden, auch die AfD mit diesem Vorwurf zu konfrontieren.

Die Darstellung von Herrn Sichert auf Facebook und Twitter ist in diesem Zusammenhang irreführend, da es sich nicht um eine Diskussion zum Thema Weiße Rose handelte, sondern in erster Linie um seine Stellungnahme zum Vorwurf des Missbrauchs der Erinnerung an die Weiße Rose im Rahmen eines Interviews!