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Lesungen

Über das Jahr verteilt finden am Kurt-Huber-Gymnasium Lesungen mit bekannten Autoren oder auch bekannten Literaturkritikern statt. Jedes Jahr im Dezember besucht Sybil Gräfin Schönfeldt unsere Schule und stellt ihre Lieblingsbücher des Jahres vor. Die SchülerInnen wählen dann selbst, welche Bücher davon für die Schulbibliothek angeschafft werden.

Lesung mit dem Historiker Götz Aly

Am 1. Juli 2019 fand in der Bibliothek des KHG eine Lesung aus dem Buch "Siegfried Lichtenstaedter - Prophet der Vernichtung" des bekannten Historikers und Journalisten Götz Aly statt. Der mit dem Geschwister-Scholl-Preis ausgezeichnete Autor - selbst ehemaliger KHG-Schüler - wurde unterstützt von Schülerinnen und Schüler der Q11, die aus einer satirischen Novelle des jüdischen Autors Lichtenstaedter (geb. 1865, ermordet 1942 im KZ Theresienstadt) vorlasen. Aly sprach über den schleichenden und oft von Neid geprägten Antisemitismus in der damaligen deutschen Bevölkerung, den auch Lichtenstaedter zu spüren bekam und in seinen Erzählungen beschreibt. Im Anschluss gab es die Möglichkeit, Fragen an den Autor zu stellen.


Grimme-Preisträger Thomas Darchinger stellt vor Schülern das Schicksal des jüdischen Überlebenden Solly Ganor vor

Thomas Darchinger ist zusammen mit dem Jazzmusiker Wolfgang Lackerschmid bundesweit an Schulen unterwegs, um den Schülern einen Einblick in das Schicksal jüdischer Überlebender zu geben. Am 25. Januar kamen die beiden zu einer Lesung mit Musik ans KHG. Dort stellten sie in der Mehrzweckhalle vor den 9. und 11. Klassen den biographischen Roman DAS ANDERE LEBEN - Kindheit im Holocaust von Solly Ganor vor.

Finanziell bezuschusst wurde diese Lesung durch die Castringius Kinder- und Jugendstiftung. Wir bedanken uns sehr herzlich, dass es dadurch möglich wurde, Thomas Darchinger und Wolfgang Lackerschmid an das Kurt-Huber-Gymnasium zu holen!

Hier eine kleine Auswahl an Rückmeldungen, die die Schülerinnen und Schüler nach der Lesung niedergeschrieben haben:

„Die Lesung ging mir sehr ans Herz. Sowohl die Musik als auch der realistische Vortrag des autobiographischen Textes haben mich sehr beeindruckt. Eineinhalb Stunden lauschte ich völlig konzentriert und gebannt der brutalen Erzählung. Die Lesung hat mich derart berührt, dass ich an den folgenden Tagen noch viel über den Zweiten Weltkrieg und die Gräueltaten der damaligen Zeit nachdachte.“

„Ich war unglaublich beeindruckt von der Lesung. Dass die Weitergabe der Zeitzeugenberichte unglaublich wichtig ist, wurde durch diese Lesung noch einmal besonders deutlich. Ich halte dieses Projekt für besonders wichtig und finde es gut, Thomas Darchinger und Wolfgang Lackerschmid an die Schulen zu holen.“ „Die Lesung hat mir vor allem inhaltlich sehr gut gefallen, da die Geschichte von Solly Ganor wirklich ergreifend und packend erzählt worden ist.“

„Ich fand es sehr interessant, dass die Lesung von Musik begleitet worden ist, da ich Derartiges noch nie gesehen bzw. gehört habe. Die bedrückende Stimmung, die die Autobiographie vermittelt, wurde auf diese Weise noch mehr verstärkt. Alles in allem hat mich die Lesung wirklich sehr bewegt.“

„Es ist immer wieder erstaunlich, zu hören, wie man im Dritten Reich mit den Juden umgegangen ist. Durch das Vorlesen derartiger Autobiographien sollten wir diesen düsteren Teil unserer Geschichte in Erinnerung behalten und verhindern, dass so etwas jemals wieder passiert.“

„Wir haben im Unterricht schon sehr viel über das Dritte Reich und die Judenverfolgung gehört. Allerdings haben wir uns nie so intensiv damit beschäftigt, wie das wohl für Jugendliche gewesen sein muss. Es war sehr interessant, die traurigen Geschehnisse der Vergangenheit aus der Sicht eines jüdischen Jungen erzählt zu bekommen, und zu erfahren, wie er mit den Ereignissen in den Gefangenenlagern umgegangen ist.“