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Kritiker-Society

Die Schüler der "Kritiker Society" lesen selbst gern und haben es sich zur Aufgabe gemacht, andere auf lesenswerte Neuerscheinungen aufmerksam zu machen. Hierzu beschäftigen sich die Literaturkritiker mit ausgewählten Büchern, z.B. den Nominierungen zum Deutschen Jugendliteraturpreis oder den Büchern, die bei der Münchner Bücherschau gezeigt werden. Auch besuchen sie Buchhandlungen und Bibliotheken, sprechen mit Buchhändlern, Lektoren, Juroren und Autoren ...

Die Kritiker Society verfasst eigene Kritiken, die z.B. in der Schülerzeitung veröffentlicht werden, organisiert Vorleseaktionen und gestaltet eine Wand mit Buchtipps in der Bibliothek, die zum Meinungsaustausch über Bücher anregen soll.

Treffen der Kritiker Society: freitags von 13.15- 14.45 Uhr in der Bibliothek

Buchtipp des Monats:

"One of us is lying" von Karen M. McManus

(cbj Verlag, 448 Seiten)


Buchkritik zum Buch des Monats

One of us is lying
Karen M. McManus

Ein Toter, vier Verdächtige - und einer von ihnen lügt.

Simon, Admin der berüchtigten Gossip-App der High-School, bricht beim Nachsitzen zusammen und stirbt kurz darauf im Krankenhaus.
Die Polizei ermittelt wegen Mord - verdächtigt werden die vier Jugendlichen, die mit Simon nachsitzen mussten. Denn jeder der vier hat ein großes Geheimnis zu verbergen - und somit ein Motiv.
In den Wochen nach dem Vorfall wird das komplette Leben der Jugendlichen auf den Kopf gestellt, Medien berichten über sie, Freunde wenden sich ab und sie sind in keiner Minute mehr unbemerkt. Während jeder von ihnen auf eigene Weise verzweifelt versucht, seine Unschuld zu beweisen, werden täglich neue Zusammenhänge, Beweise, und auch Widersprüchlichkeiten aufgedeckt. Zeitweise schließen sich die Jugendlichen dafür sogar zusammen, tauschen Informationen aus, aber alles heimlich, da sie das nur noch verdächtiger macht. Sie freunden sich an, und vielleicht ist da sogar mehr zwischen zwei von ihnen - bis ihre Geheimnisse schließlich auffliegen und einer von ihnen festgenommen wird.

Die vier komplett unterschiedlichen Charaktere wachsen einem schnell ans Herz, sodass man von Anfang an hofft, dass es niemand von ihnen war – und doch fiebert und rätselt man natürlich mit, wer denn jetzt so „perfekt“ lügt und den Mord begangen hat.
Sehr geschickt schafft es die Autorin, dass es sehr lange nicht eindeutig wird, wer denn nun der Täter ist. Es werden immer wieder neue Aspekte beleuchtet, sodass sich, sobald man meint, die Lösung herausgefunden zu haben, alles wieder ändert. Und das, obwohl die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive der vier Jugendlichen erzählt wird.
Doch wer nicht viel hält von Bad Boys, Sex und High-School-Dramen, muss sich an einigen Stellen durchbeißen oder diese überspringen. Denn, wie könnte es in einem amerikanischen Roman auch anders sein, tauchen in der Geschichte immer wieder diese „typischen“ Klischees auf.

Dennoch empfehlen wir das Buch (ab 14 Jahren)!

Emma und Franziska (9a), Neza (9c), Milada (9e)