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Tansanischer Abend 2019

Karibu Tanzania! – Tansanischer Abend

Auf unserer Reise im Sommer 2019 wurden wir vielerorts mit „Karibu (Tansania)“ begrüßt, was übersetzt „Willkommen in Tansania“ heißt – und so haben wir auch unsere Schulfamilie am Anfang des Schuljahres unter dem Motto „Karibu Tansania“ zum tansanischen Abend eingeladen.
Mit Essen, Musik, Filmen, Gesprächen und Vorträgen haben wir für den Abend des 8. Novembers ein Stück Tansania in die Pausenhalle des Kurt-Huber-Gymnasiums geholt. Denn auch wenn solche tansanischen Abende mittlerweile Tradition bei uns sind, war es diesmal doch etwas ganz Besonderes: Wir Jugendliche, die diesen Sommer selbst in unserer Partnerschule waren, haben von all unseren Eindrücken, Abenteuern, Freund*innen, Erlebnissen und Gedanken erzählt. Die Zeit in Tansania hat uns Reisende zutiefst geprägt und so wollten wir an diesem Abend möglichst viel davon weitergeben, weil so ein bisschen mehr über den Tellerrand zu blicken etwas total Schönes und Prägendes sein kann – ist.

Begonnen haben wir also ganz treu auf Kiswahili, dann hat Andrea Rückert nochmal auf Deutsch begrüßt und kurz das Programm vorgestellt. Mit Fotos, Filmen und vor allem persönlichen Erzählungen haben wir dann erst generell über unsere Reise gesprochen und anschließend vor allem über Emmaberg, unser Leben dort und den Alltag der Mädchen. Und dazwischen tansanisches Essen (Ubuios, Erdnüsse, Ugali, Pilau, Bohnengemüse, Chipsi Mayai, Chapati, Mandazi, Bananenkuchen und Früchte), Musik, Versteigerungen, Verkauf von Mitbringseln und Kalendern, Fotos und Gespräche an den Tischen, beispielsweise während des Essens.

Ein Highlight des Abends war wohl der tansanische Tanz, den wir aufgeführt haben – unsere Freundinnen in Emmaberg hatten ihn uns im August beigebracht; also haben wir die Tanzschritte und den Popsong „Merci“ eines ruandischen Sängers wieder hervorgekramt und dazu noch ein bisschen Mut, ganz viel Lachen und die bunten, tansanischen Kleider.
Dafür kam sogar die Presse, um mit dem Bild dieses lebensfrohen Tanzes ein paar Zeilen über unseren Abend, unsere Eindrücke und die Partnerschaft zu veröffentlichen, zum Beispiel am 10. November in der Süddeutschen Zeitung.

Eine der größten Herausforderungen für uns war an diesem Abend und in den Vorbereitungen wohl, die 25 Tage Reise in drei Stunden zu verpacken und uns dabei weder in Details zu verlieren, noch prägende Erlebnisse auszulassen. So hat während der Nachspeise jedes Mitglied der Reisegruppe 2019 noch ganz kurz erzählt, was sie oder ihn am meisten beeindruckt hat in Tansania: von dem intensiven Kontakt mit den Einheimischen, über deren Ruhe und Gelassenheit bis hin zu der teilweise bedrückenden Armut und Einfachheit des Lebens dort.

Mit ihrem berührenden Poetry Slam „Sema kwaheri, dada“ (= Nehmt Abschied, Schwestern) hat Maren Mitterer aus der Reisegruppe den Abend schließlich beendet – und hat mit einer Träne im Auge Danke und Lebewohl gesagt zu ihren Freundinnen in Emmaberg.

Die Rückmeldungen zu dem Abend waren durchgehend positiv, berührt und beeindruckt von unseren Erlebnissen, Geschichten und dem Leben dort – und auch die Zahlen lassen darauf schließen: die gut 100 Gäste haben viel für den Besuch einer Gruppe von Schülerinnen und Lehrer*innen aus Emmaberg bei uns im Sommer 2020 gespendet.

Unsere Partnerschaft lässt uns alle immer wieder über den Tellerrand blicken, nicht zuletzt an jenem 8. November beim Erzählen von „Pilau, Partnerschaft und Polepole“.


Tansanischer Abend 2018

So riecht und schmeckt Tansania: Impressionen aus unserer Partnerschule beim tansanischen Abend

Am Freitag 28. September war wieder einmal ein tansanischer Abend am Kurt-Huber-Gymnasium. Die Mitglieder der Tansania-AG hatten seit Anfang des Schuljahres dafür geplant und ihn vorbereitet. Freitag Mittag wurden in der Pausenhalle Tische aufgestellt und gedeckt, die Halle mit Fotos, Plakaten und tansanischen Stoffen geschmückt. Als sich um 18:30 Uhr die Pausenhalle zu füllen begann, war dort Musik tansanischer Chöre zu hören und es roch schon nach den tansanischen Gerichten, die die AG-Mitglieder zu Hause gekocht und gebacken hatten und die nun in der Pausenhalle wieder aufgewärmt wurden.

Nach der Begrüßung, einem Gruß aus unsere Partnerschule Emmaberg sowie Informationen über Aktuelles aus Emmaberg und von unserer Partnerschaft, wurde das Buffet eröffnet: Es gab Reis und Ugali (Maisbrei), Bohnen- und Krautgemüse sowie Tansania-Chicken. Dank der vielen fleißigen AG-Mitglieder war für die 130 Gäste reichlich Essen vorhanden und es schmeckte allen hervorragend.

Nun gab es einen Film über den Tagesablauf in Emmaberg: Die Schülerinnen stehen dort bereits um 4 Uhr auf, haben dann sofort eine zweistündige Studierzeit. Nach Waschen und Putzen ist um 7:00 Uhr Morgenandacht, danach die tägliche Versammlung der ganzen Schule mit Bekanntmachungen und dem Hissen der tansanischen Flagge. Darauf folgt Unterricht bis es um 10:10 Uhr endlich Frühstück gibt. Es folgt ein zweiter Unterrichtsblock, um 14 Uhr geht es zum Mittagessen. Danach folgt der dritte Unterrichtsblock bis 17 Uhr, dem sich eine Stunde Freizeit anschließt. Diese nutzen die meisten Schülerinnen um Sport zu machen (v.a. Fußball und Volleyball), auch der Chor probt immer wieder in dieser Zeit. Um 18 Uhr gibt es Abendessen, um 19 Uhr die Abendandacht. Zum Tagesabschluss gibt es nun wiederum eine eineinhalbstündige Studierzeit bis 22 Uhr, um 22:15 gehen die Schülerinnen ins Bett.

Danach hatten die Gäste die Möglichkeit, Kunstgegenstände bzw. eine Handtasche aus Tansania zu ersteigern, bevor Mitglieder der Tansania-AG von der geplanten Reise zu unserer Partnerschule im Sommer 2019 erzählten und auch, warum sie selbst gerne dorthin mitfahren möchten: Zum Beispiel, um ihre Brieffreundinnen kennenzulernen und sich mit ihnen über ihre Familien und wie sie leben auszutauschen, das alltägliche Leben dort mitzuerleben, die Musik und die Tänze dort selbst zu erleben und auch gemeinsam zu singen, tanzen und Sport zu machen und vieles mehr. Auch der Nachtisch, der aus Mandazi (einer Art Quark-Krapfen), Bananenkuchen und Maismehl-Schokopudding mit Ananas bestand, erfreute sich großer Beliebtheit. Zum Abschluss gab es noch einen Film über den Besuch in einer Grundschule in der Region von Emmaberg mit Informationen zum Schulsystem in Tansania.

Andrea Rückert und die Tansania-AG EMMA