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Religion

Fastenzeit 2021 - 40 kleine Freundlichkeiten

Was brauche ich wirklich in meinem Leben? Was ist gut, was wichtig und was kann weg?

40 Tage liegen zwischen Aschermittwoch und Ostern. 40 Tage Fastenzeit, die daran erinnern, dass Jesus in die Wüste ging. 40 Tage, die traditionell verbunden sind mit Verzicht. Das ist eine Seite der Vorbereitung auf das Fest der Auferstehung. Wer die Perspektive ändert, findet in diesen sieben Wochen jedoch noch viel mehr: die Vorbereitung auf einen Neuanfang, den Aufbruch in ein neues Leben. Denn hinter dem Fasten steht auch die Frage: Was brauche ich wirklich in meinem Leben? Was ist gut, was wichtig und was kann weg?

In dieser Zeit der Corona-Pandemie, in der wir direkte Kontakte vermeiden müssen, fasten wir eigentlich schon seit Wochen. Und dabei wird überdeutlich, wie wichtig für uns Mitmenschen sind. Wie sehr ein freundliches Wort uns durch den Tag hilft, wie weit kleine Gesten unter Freunden und Fremden uns tragen. Jede noch so kleine Freundlichkeit tut uns gut. Oft müssen wir nur ein bisschen aufmerksamer hinschauen, offen bleiben für das, was um uns herum passiert – ob an der Supermarktkasse oder in der Nachbarschaft. Was uns selbst nur einen Augenblick, nur fünf Minuten oder ein paar Euro kostet, macht Anderen eine Freude, rettet Ihnen vielleicht sogar den Tag – vor allem stärkt es unsere Gemeinschaft.

Deshalb möchten wir euch auf eine Challenge aufmerksam machen, die wir auf der Homepage des Erzbistums München-Freising (https://www.erzbistum-muenchen.de/40-acts-of-kindness) gefunden haben. Sie kann uns helfen dieses Gute in unserem Leben zu feiern und weiterzutragen: 40 Tage freundlich sein, nett sein, menschlich sein. Dafür wurden 40 Gesten der Freundlichkeit – 40 Acts of Kindness – auf einem Bingo-Chart zusammengestellt. Ihr könnt es hier herunterladen und euch inspirieren lassen. Ladet Euch die PDF-Datei herunter, druckt sie aus, hängt sie auf und lasst Euch inspirieren zu alltäglicher Nächstenliebe.


Adventsgrüße der Fachschaft Religion

4. Adventswoche:

(pdf-Datei) Gruß 7

3. Adventswoche:

(pdf-Datei) Gruß 6

(pdf-Datei) Gruß 5

2. Adventswoche:

(Link auf youtube): Gruß 4

(pdf-Datei): Gruß 3

1. Adventswoche:

(Link auf youtube): Gruß 2

(pdf-Datei): Gruß 1

 


Ein kleiner Ostergruß

„So kann Ostern trotzdem kommen“ titelte eine Supermarktkette ihren Wochenprospekt. Mit dem „trotzdem“ spielte sie wohl auf die verminderte Konsumlaune an. Mancher Schokohase wird wohl im Regal bleiben oder höchstens gegen den Frust verspeist werden. Aber: dass Ostern kommt, steht außer Frage. Ostern kommt, es sind eher wir, die nicht kommen. Gottesdienste gibt es nur am Bildschirm, der Besuch bei Verwandten und Freunden fällt aus, Reisen müssen verschoben werden. Die Welt hält den Atem an, Stillstand, ein Gefühl, wie wenn jemand gestorben ist.

Darum geht es auch im Kirchenjahr in diesen Tagen. Es ist nicht nur irgendjemand gestorben, nein, es ist der gestorben, auf den viele ihre Hoffnungen gesetzt haben: Jesus. Seit Karfreitag fühlt sich alles anders an, keiner weiß, wie es weitergehen wird, ob es richtig ist, was man glaubte und tat, ob die Situation auch für einen selber bedrohlich wird. Die Jünger tauen sich kaum aus dem Haus und reden trotzdem von nicht anderem.

Für mich sind die Parallelen zu heute nicht zu übersehen. Aber die Evangelien enden damit nicht.

Eine der schönsten Ostererzählungen ist für mich die der beiden Emmausjünger in Lukas 24. Sie sind auf dem Weg so auf ihren Frust und ihre Sorgen fixiert, dass sie nicht merken, dass Jesus zu ihnen kommt. Allmählich lassen sie sich auf den geheimnisvollen Fremden und seine Gedanken ein, dass Jesu Leiden und Tod nicht sinnlos sondern heilsam waren.

Er tut ihnen gut, dieser Fremde, und so laden sie ihn ein, bei ihnen zu bleiben. In dem Moment, wo sie ihn beim Mahl erkennen, ist Jesus weg. Aber auch ihre Resignation ist verschwunden. Aus der Erfahrung, dass Jesus lebt, nehmen sie neue Hoffnung für ihr Leben, beginnen sich mit anderen auszutauschen.

Dass es Jesus war, der mit ihnen durch allen Frust gegangen war, haben sie erst hinterher bemerkt. Vielleicht wird es uns ja auch so gehen, nach Corona, dass wir spüren, wir waren nicht allein in dieser Zeit. Ich wünsche es Euch / Ihnen von Herzen.

Regina Weis

Wir denken an euch!

Wir sollen unsere Kontakte minimieren und gleichzeitig möchten wir gerade in der Zeit einer Krise Gemeinschaft erfahren.

Die Fachschaft Religion bietet euch an, Gemeinschaft anders zu erleben – nach dem Vorbild ähnlicher Aktionen in vielen Ländern. Wir stellen uns an den Schultagen um 13.00 Uhr an ein Fenster oder zumindest in die Richtung blickend, wo das KHG liegt (da tut man gleichzeitig etwas für seine Geographie-Kenntnisse!) und denken aneinander. Vielleicht bringt es auch etwas, an einen Menschen zu denken, dem es hilft, dass wir jetzt wenig Bewegungsfreiheit haben, an eine alte Oma oder einen kranken Onkel, den man schützen will.

Wer mag, kann ein Gebet sprechen, das Vater Unser, Psalm 23 oder eines der Gebete, die hier angefügt sind.

Herzliche Grüße und Gottes Segen in dieser angespannten und besorgten Zeit.

Eure Fachschaft Religion