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Geschichte / Sozialkunde (Politik und Gesellschaft)

Eine „Rückkehr zu klaren sittlichen Grundsätzen, zum Rechtsstaat, zu gegenseitigem Vertrauen von Mensch zu Mensch; das ist nicht illegal, sondern umgekehrt die Wiederherstellung der Legalität.“

Prof. Kurt Huber in seiner Verteidigungsrede vor dem Volksgerichtshof, 19. April 1943 (weisse-rose-stiftung. de)



Gedenken an Kurt Huber mit einem Kurzfilm

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen,

heute, vor genau 65 Jahren, gegen Mittag des 27. Januar 1945 erreichte die Rote Armee das Vernichtungslager Auschwitz. Dort fand man noch 7.000 zurückgelassene, meist schwer kranke Gefangene. Die restlichen 67.000 Gefangenen befanden sich bereits unter strengster Bewachung der SS auf den sogenannten "Todesmärschen" in andere Konzentrationslager.

Allein in Auschwitz wurden über 1.1 Millionen Menschen, zumeist jüdischer Herkunft, umgebracht. Niemand hat zur Zeit des Nationalsozialismus deutlicher auf die Ermordung der jüdischen Bevölkerung hingewiesen als die Mitglieder der "Weißen Rose". In ihren zweiten Flugblatt schrieben die jungen Studenten um Hans und Sophie Scholl ganz ausdrücklich im Juni 1942, "daß seit der Eroberung Polens dreihunderttausend Juden in diesem Land auf bestialischste Art ermordet worden sind. Hier sehen wir das fürchterlichste Verbrechen an der Würde des Menschen, ein Verbrechen, dem sich kein ähnliches in der ganzen Menschengeschichte an die Seite stellen kann."

Für ihren Mut, ihre Zivilcourage, ihren Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit sollten die Mitglieder der "Weißen Rose" schließlich selbst Opfer des Nationalsozialismus werden. Unter ihnen war auch der Namensgeber unserer Schule, Professor Kurt Huber, der sich der Widerstandsgruppe im Dezember 1942 angeschlossen hatte und am 13. Juli 1943 hingerichtet wurde.

Der heutige Tag, der 27. Januar, ist als Befreiungstag von Auschwitz inzwischen zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus geworden.

Einige Schülerinnen und Schüler der Klasse 9c und 5b haben sich daher zur Aufgabe gemacht, in einem Kurzfilm an Kurt Huber und die Weiße Rose zu erinnern.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen beteiligten Schülerinnen und Schülern für ihr Engagement und Herrn Scherbl für die technische Unterstützung.

http://www.weisse-rose-stiftung.de/netzwerk/public_html/article.php?story=20101007123141123

Dr. Gregor Pelger