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Gedenkzug an den Todesmarsch von Dachau

"Den Stab der Erinnerung an die Jugend weitergeben"

Der jährliche Gedenkzug zur Erinnerung an den Todesmarsch von Dachau fand am 28. April 2018 statt.  Organisiert wird dieser Gedenktag seit vielen Jahren vom Verein „Gedenken im Würmtal“. Unter dem Motto „Denkmale lebendig machen“ und „den Stab der Erinnerung an die Jugend weitergeben“ beteiligen sich neben Vertretern der jüdischen und christlichen Gemeinden vor allem auch Schüler an der Aktion.

KHG-Geschichtslehrer Max Kolmeder hatte mit einigen Schülern Auszüge aus den Erinnerungen vorbereitet, die der Überlebende Zwi Katz unter dem Titel „Von den Ufern der Memel ins Ungewisse – eine Jugend im Schatten des Holocaust“ niedergeschrieben und schon mehrfach in Würmtaler Schulen vorgetragen hat. Zwi Katz  selbst konnte leider aufgrund seiner schweren Erkrankung an dem diesjährigen Gedenkzug nicht teilnehmen. 

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, am 26. und 27. April 1945, wurden Tausende von Häftlingen aus dem KZ Dachau und seinen Außenlagern Allach und Kaufering durch das Würmtal in Richtung Alpen getrieben. An den vier Mahnmalen des Künstlers Hubertus von Pilgrim finden Gedenkfeiern im Beisein von Überlebenden und deren Nachkommen statt. 

Kurze Infos zu den Bildern:

Schülersprecherin Julia Schwab übernahm am Mahnmal in Gräfelfing die Moderation.

Korbinian Fischer, Laetizia Laermann und Ruth Sheridan trugen Ausschnitte aus der Autobiographie von Zwi Katz "Von den Ufern der Memel ins Ungewisse" vor.

Max Volpert, der gebürtig aus Litauen stammt, und den Dachauer Todesmarsch als Dreizehnjähriger überlebt hat, war mit seiner Familie aus Israel angereist und berichtete am Mahnmal in Gräfelfing über sein Schicksal.